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Direkter Weg in die Natur

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Am Spinnennetz ist Teamarbeit gefragt: Jochen Grawe von der Stadt Meschede, Antonius Vollmer vom Regionalforstamt Oberes Sauerland und ein weiterer Herr tragen Mechthild Thoridt, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat, durch die Maschen.  Foto: Ralf Menzebach
Am Spinnennetz ist Teamarbeit gefragt: Jochen Grawe von der Stadt Meschede, Antonius Vollmer vom Regionalforstamt Oberes Sauerland und ein weiterer Herr tragen Mechthild Thoridt, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat, durch die Maschen. Foto: Ralf Menzebach

Direkt nach der Eröffnung des Sinnepfades am Hennesee begab sich schon die erste Schulklasse auf die zehn Stationen. Der Sturm Kyrill hatte den ursprünglichen Pfad in der Nähe der Staumauer weggefegt. Die Stadt Meschede, Touristikinformation Meschede-Bestwig und das Regionalforstamt hatten sich zusammengetan, um einen neuen Pfad entstehen zu lassen.

15.000 Euro gab es für den Pfad aus dem EU-Topf für das Leader Projekt "4 mitten im Sauerland. Um den Pfad umsetzen zu können, haben zahlreiche Sauerländer in die Hände gespuckt. Die gesamten handwerklichen Arbeiten hatten Auszubildende des Josefheims in Bigge in die Hände genommen. "Es war schön anzusehen, wie die Azubis sich gefreut haben, für die Gemeinschaft etwas ,Bleibendes' zu schaffen", erzählt Hans von der Goltz vom Regionalforstamt Oberes Sauerland. Die Lehrlinge des Josefheims hatten auf jeden Fall Spaß dabei, die Werkbank mal mit der freien Natur zu tauschen. Zu den Höhepunkten des Sinnepfades gehört wohl der Imkerstand. Der Imkerverein Meschede hat für den Pfad mehrere Bienenvölker zur Verfügung gestellt.

Die Pflege des Standes werden die Schüler der Emhildisgrundschule übernehmen. Die Kinder sind aber bereits im Vorfeld aktiv geworden. "Die Schüler haben früh- und spätblühende Pflanzen gesetzt, sodass die Bienen auch dann noch genug Nahrung finden, wenn das Angebot knapp wird", so von der Goltz. Gerade an die Kinder soll sich der Sinnepfad am Hennesee richten. "So kann die Nintendo-Generation auch mal etwas Reales und nicht nur Virtuelles erleben", meint Jochen Grawe, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters in Meschede. Für Grawe ist der Sinnepfad ein erster Schritt zur Vision "Hennesee 2020", die den See weiter aufwerten soll.

Auf den zehn Stationen des Pfades findet der Besucher einen Pirschpfad, eine Umweltwippe, ein Baumtelefon, eine Horchstation, den Kronenspiegel, ein Xylophon, ein Spinnennetz, ein Insektenhotel, den Imkerstand und einen Hochsitz.

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