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Doppelspitze leitet Schule unter dem Regenbogen in Meschede

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Das neue Schulleitungsduo der Grundschule unter dem Regenbogen in Meschede - Tanja Wichmann und Susanne Leeuw (vorne, 2. und 3. von rechts) mit den Mitarbeitern aus dem Schulministerium, der Bezirksregierung und des Schulamtes. © Privat

Meschede – TopSharing steht für zwei teilzeitbeschäftigte Schulleitungen, die eine Schule in gemeinsamer Verantwortung leiten. Dieses vom Ministerium für Schule und Bildung sowie der Bezirksregierung Arnsberg entwickelte Leitungsmodell geht jetzt an der Grundschule unter dem Regenbogen in Meschede an den Start.

Ab Februar teilen sich Susanne Leeuw und Tanja Wichmann die Leitung der Mescheder Grundschule. Sie werden dabei von dem Konrektor Christian Baumhöfer unterstützt. Das neue Schulleitungs-Duo wurde jetzt durch Vertreter des Schulministeriums, der Bezirksregierung und des Schulamtes offiziell mit den gemeinsamen Aufgaben der Schulleitung betraut.

Mit dem sogenannten TopSharing beschreitet die Bezirksregierung Arnsberg einen innovativen Weg der Organisation von Leitung an Grundschulen. Das neue Konzept ist dabei in doppelter Hinsicht ein Gewinn. Zahlreiche Lehrer an Grundschulen arbeiten aus den unterschiedlichsten familiären Gründen in Teilzeit. Diesen Personen, meist Lehrerinnen, eröffnet das Konzept einen neuen Weg der beruflichen Weiterentwicklung, indem die Attraktivität von Schulleitungsstellen für diesen Personenkreis deutlich erhöht wird.

Leistungsverantwortung mit Teilzeitarbeit

Mit dem TopSharing-Projekt will die Bezirksregierung Arnsberg das Potential dieser Lehrer verstärkt nutzen. Unter den geänderten Rahmenbedingungen ergeben sich deutlich mehr Chancen mit einer Teilzeitarbeit Leitungsverantwortung zu übernehmen. Zugleich wird das Modell als Chance gesehen, freie Schulleitungspositionen auch über alternative Wege zu besetzen.

Die umfangreichen Aufgaben von Schulleitung werden im TopSharing abgestimmt auf mehrere Verantwortliche verteilt, sodass die jeweiligen, spezifischen Kompetenzen der beiden Schulleitungen mit einem Mehrwert individuell zusammengeführt werden können.

Für jede teilnehmende Schule beträgt der gemeinsame Stellenanteil bis zu 120 Prozent einer Grundschulleitungsstelle in Vollzeit. Diese Überschreitung des regulären Stellenumfangs um 20 Prozent erfolgt mit dem Ziel, einen möglichst großen Bewerberkreis anzusprechen. Darüber hinaus wird die Leitungszeit während des Schulversuchs pro Schule um zwei Lehrerwochenstunden erhöht, um ausreichend Raum für erforderliche Absprachen und Koordination zu geben. Das Projekt wird wissenschaftlich eng begleitet und evaluiert.

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