Chinesisches Flair in Meschede

DRK-Trödelverkauf der Kam-Loon-Einrichtung findet großen Anklang

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Peter Braukmann vom DRK Förderverein scheint schon jemanden für die Kimono-Bluse ausgewählt zu haben.

Meschede. Mit einer Mischung aus Freude und Wehmut fand jetzt der ganz besondere Trödelverkauf der Einrichtung des ehemaligen China-Restaurants Kam-Loon statt. Im „Reich der Mitte“, im ehemaligen Spiel- und Lederwarenwarengeschäft König am Ruhrplatz in Meschede, hatten die zahlreichen Kunden dabei das Gefühl, sich in einer fernöstlichen Trödelwelt zu bewegen.

Bereits am Eingang wurden sie von riesigen Reliefbildern mit Motiven aus Fernost, großen Puppen sowie außergewöhnlichen chinesischen Deckenlampen empfangen, die das Flair Chinas buchstäblich fühlen ließen.

Auch die kleinen Dinge erfreuten sich großer Beliebtheit. Karl-Heinz Schustereit vom DRK Orstverein (r.) freut es.

„Schon vor der Eröffnung standen die Leute Schlange. Das erinnerte mich als ehemaliger Textiler wehmütig an die Schlussverkaufzeiten von früher. Wir sind total überrascht, dass das Interesse an den Gegenständen aus Fernost so groß ist. Sei es Porzellan, Gläser oder auch Nippesgegenstände, die Leute sind total erfreut und kaufen mit Begeisterung die Sachen aus dem Kam-Loon“, freute sich Peter Braukmann vom Förderverein der Rotkreuzgemeinschaft Meschede/Eslohe, der den ganz besonderen Trödelverkauf am vergangenen Freitag und Samstag gemeinsam mit dem Ortsverein des Deutschen Roten Kreuz (DRK) Meschede/Eslohe organisierte.

Das gesamte Mobiliar des ehemaligen China-Restaurants Kam-Loon (Goldener Drache), das 35 Jahre zum Stadtbild von Meschede gehörte, wurde angeboten: Von ganzen Tischgruppen mitsamt Stühlen und hochwertigen Polstermöbeln, über verzierte Porzellanschalen und monströse Wandbilder, bis hin zu Buddhafiguren oder auch den traditionellen Kimono-Blusen der Bedienung.

„Niemand soll sich benachteiligt fühlen“

„Den Erlös aus dem Verkauf der Waren spenden wir. Damit zahlen wir 38 Jugendlichen, die in der Ausbildung zum Jugendrotkreuzler sind, acht Tage lang das Jugendlager hinter Eslohe. Niemand aus den sozial schwachen Familien soll sich benachteiligt fühlen“, so der Erste Vorsitzende des Fördervereins, der mit seinen Kollegen nunmehr seit 14 Jahren das DRK mit Spenden, Uniformen oder auch Bastelmaterialien unterstützt.

Stolz sind Peter Braukmann und Mitinitiator Karl-Heinz Schustereit nicht nur auf den gelungenen Trödelmarkt, äußerst erfreut sind die beiden rüstigen Herren auch über den tatkräftigen Einsatz der Jugendrotkreuzer mit ihren Eltern. „Alle haben beim Ausräumen des Kam-Loon kräftig mitgeholfen und angepackt. Wir hatten für die Aktion nur sechs Wochen Vorbereitungszeit. Für uns hieß das: Das Chinarestaurant komplett auszuräumen und besenrein zu hinterlassen sowie das gesamte Inventar hier im Spielwarengeschäft wieder aufzubauen. Ein großer Dank daher nochmal an alle Helfer.“

Als zusätzliches Bonbon bestand neben dem Kauf der asiatischer Reliquien auch die Möglichkeit, bei der großen Tombola attraktive, von Mescheder Bürgern und Einzelhändlern neu gespendete Waren wie beispielsweise Puzzlespiele, Hemden, Portemonnaies oder auch Tassen und Bücher, zu gewinnen.

Restverkauf am morgigen Donnerstag von 15 bis 18 Uhr

„Das war eine sehr erfolgreiche Geschichte. Selbst die Hälfte der Tische und Stühle ist weg. Wir sind sehr glücklich und zufrieden mit dem Ergebnis. Die Mühe hat sich gelohnt und das Zeltlager ist gesichert. Ein ganz anderes Klientel an Personen als auf unserem Trödelmarkt im Rebell war diesmal da. Selbst Urlauber sind vorbeigekommen. Der Restverkauf von den noch übrig gebliebenen Sachen wird bereits am morgigen Donnerstag von 15 bis 18 Uhr stattfinden“, so Peter Braukmann. abschließend.

Trödelverkauf der Kam-Loon-Einrichtung in Meschede

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