IHK-Umfrage: Meschedes Innenstadt ist „befriedigend“

Echte Standortbestimmung

Thomas Frye, Stephan Britten (beide IHK), Uli Hess und Klaus Wahle (Stadt Meschede) präsentierten die Ergebnisse.

In Zeiten von Online-Shopping, Ladenleertstand und demographischem Wandel stellt sich mehr denn je die Frage, wie die Gegenwart und Zukunft der deutschen Innenstädte aussieht. Erkenntnisse über die die derzeitige Wahrnehmung der Mescheder Innenstadt liefern die Ergebnisse einer Umfrage der IHK Arnsberg, die im September 2014 bei rund 340 Teilnehmern mittels einheitlichen Fragebögen vor Ort stattfand und nun ausgewertet wurde.

In Zeiten von Online-Shopping, Ladenleerstand und demographischem Wandel stellt sich mehr denn je die Frage, wie die Gegenwart und Zukunft der deutschen Innenstädte aussieht. Erkenntnisse über die derzeitige Wahrnehmung der Mescheder Innenstadt liefern die Ergebnisse einer Umfrage der IHK Arnsberg, die im September 2014 bei rund 340 Teilnehmern mittels einheitlicher Fragebögen vor Ort stattfand und nun ausgewertet wurde.

„Es ist das erste Mal, dass mit den Ergebnissen dieser Umfrage eine Vergleichbarkeit für Städte ähnlicher Größenordnungen möglich ist“, erklärte Thomas Frye, Geschäftsbereichsleiter Standortpolitik der IHK Arnsberg, den innovativen Ansatz dieser bundesweit an über 60 Standorten vorgenommenen Untersuchung. Trotz der zweifellos vorhandenen Subjektivität ließen die Ergebnisse Rückschlüsse auf den Status Quo zu und liefern den Verantwortlichen eine Grundlage für konkrete Handlungsmaßnahmen, so Frye.

Für Meschede fällt das Ergebnis insgesamt „befriedigend“ aus. Überdurchschnittlich positiv bewerteten die Befragten die Erreichbarkeit und Barrierefreiheit der Kreis- und Hochschulstadt. Massiver Verbesserungsbedarf wird hingegen bei Freizeitmöglichkeiten und dem Erlebnischarakter gesehen. Ferner zeigen die Ergebnisse bezogen auf das Einkaufsverhalten, dass sich Kunden überdurchschnittlich oft zum Einkaufen in Meschedes Innenstadt aufhalten, dort allerdings meist nur kurzzeitig verweilen und nur wenige Läden ansteuern. Als „gezieltes Einkaufsverhalten“ bezeichnete IHK-Handelsreferent Stephan Britten dieses Phänomen. Hierbei würden vor allem Lebensmittel/Getränke sowie Kosmetik/Drogerie/Gesundheit eingekauft. Vermisst wird dagegen – derzeit – ein entsprechendes Angebot an Bekleidung und Multimedia. Dieser Bedarf könnte, eine Realisierung des Meschede Centers vorausgesetzt, schlagartig gedeckt sein.

Neben der Tatsache, dass vermehrt Kunden aus Schmallenberg und sogar Warstein in Meschede einkaufen, überrascht der Umstand, dass der Online-Handel bei 54 Prozent der Befragten bisher keinen Einfluss auf das Kaufverhalten hat. Allerdings bleiben 24 Prozent der Online-Shopper dennoch der Innenstadt vermehrt fern. Deshalb wirbt Thomas Frye auch für mehr Offenheit bei den lokalen Händlern. Das Internet müsse weniger als Übel, viel mehr als Chance begriffen werden, etwa, um die Aufmerksamkeit des Kunden durch Präsenz im Internet zu gewinnen. „Die Auffindbarkeit muss gewährleistet sein“, forderte Frye. Meschedes Bürgermeister Uli Hess bewertete die Ergebnisse „überwiegend positiv“. Zumal Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung wie die Freigabe der Ruhr-Promenade aufgrund des Umfrage-Zeitraums noch gar nicht richtig miteingeflossen seien. „Die Umfrage bestätigt unser begonnenes Handeln“, so Uli Hess abschließend über die echte Standortbestimmung.

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