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EEG-Reform im Fokus

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Über 70 Teilnehmer aus der gesamten Republik fanden sich zum ersten Forum Energie & Effizienz in Markes Haus in Eversberg zusammen.
Über 70 Teilnehmer aus der gesamten Republik fanden sich zum ersten Forum Energie & Effizienz in Markes Haus in Eversberg zusammen.

Energieintensive Industrien, etwa Brauereien, metallverarbeitende Betriebe oder Automobilzulieferer haben ein gemeinsames Problem: Wie für Privathaushalte steigen die Energiekosten auch für die Industrie unaufhörlich.

Betroffene Betriebe – von denen es in unserer Region einige gibt – sehen daher mit Spannung der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) entgegen. Wie man als industrieller Großverbraucher die optimale Strategie entwickelt, darüber informierte kürzlich das erste Forum Energie & Effizienz in Markes Haus in Eversberg.

Eingeladen hatten die beiden Energieverbrauchs-Spezialisten Ecotec Ingenieure und Kombiplan aus Meschede. Gekommen waren über 70 Teilnehmer aus der gesamten Republik. „Die EEG-Reform von Minister Gabriel wird die Ausnahmeregelungen für die Industrie reduzieren und damit zu einer höheren Kostenbelastung führen“, erklärte Dipl.-Ing. Markus Schnier, Gründer und Inhaber von Ecotec. „Jedes Unternehmen sollte seine Effizienzpotenziale nutzen und den Energiebedarf weiter reduzieren.“ Wie das geht und ob sich gegebenenfalls auch eine Eigenerzeugung der Energie lohnt, das erfuhren die Teilnehmer in Expertenrunden etwa zum Thema Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001 oder Energieversorgungskonzepte mit Kraft-Wärme-Kopplung.

„Fakt ist, wer kein Energiemanagement betreibt, hat keine Chance auf Entlastung bei Energiesteuern und EEG-Umlage“, machte Dipl.-Ing. Christoph Koch, Geschäftsführer von Kombiplan deutlich. „Energiemanagement ist also ein Muss, und die Eigenerzeugung gegebenenfalls eine zusätzliche Möglichkeit – aber nur unter sehr genau zu prüfenden Voraussetzungen.“

Bei aller Sorge um die Energiekosten – vom Tagungsort Markes Haus, der sich in der schönsten Frühlingssonne präsentierte, waren die Teilnehmer begeistert. Gelobt wurden die liebevolle Sanierung und das Gesamtensemble mit dem historischen Rathaus, dem jüngst sanierten Marktplatz und der St. Johannes-Kirche.

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