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Vom Eimer zur Drehleiter

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Beim Tag der offenen Tür demonstrieren die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Meschede unter anderem Löschtechniken und technische Hilfe-Übungen.
Beim Tag der offenen Tür demonstrieren die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Meschede unter anderem Löschtechniken und technische Hilfe-Übungen.

Ohne Einsatz einmal die Feuerwehr hautnah erleben – Das können die Besucher des Tags der Offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Meschede.

Anlässlich ihres 130-jährigen Bestehens lädt die Löschgruppe kleine und große Besucher für Donnerstag, 1. Mai, zum Feuerwehrgerätehaus in Meschede ein.

Wer schon immer einmal mehr über die Feuerwehr Meschede wissen wollte, hat beim Tag der Offenen Tür die Gelegenheit, sich das Gerätehaus, die Fahrzeuge und die Tätigkeit einmal genauer anzuschauen. Die Jubiläumsfeier am Donnerstag, 1. Mai, startet mit einer Sternwanderung zum Feuerwehrhaus Meschede in der Fritz-Honsel Straße. Wer will, kann bei den Wanderungen über 15 bzw. 10 Kilometer die vom Löschzug angebotene Rast mit Verpflegung für kleines Geld nutzen und so den großen, schweren Rucksack zu Hause lassen.

Buntes Programm für Groß und Klein

Rund um das Feuerwehrgerätehaus erwarten Wanderer und Besucher ab 12 Uhr ein abwechslungsreiches Programm: Lösch- und technische Hilfe-Übungen, Darbietungen des Jugendorchesters und des Musikzugs der Feuerwehr Meschede und Wissenswertes zum Thema Brandschutz. Im Rahmen einer Tombola wird als Hauptpreis eine Ballonfahrt verlost. Für die kleinen Gäste steht den Tag über das Spielmobil Fridolin parat. Zur Stärkung gibt es von den Kameraden selbstgekochte Gulaschsuppe.

Darüber hinaus werden die Mitglieder des Löschzugs sicher von so manchem „historischen“ Einsatz berichten:

Ein Mann pro Wohnhaus mit einem Ledereimer, die Nachbarschaft kümmert sich um die Rettung von Vieh und Mobiliar, wenn es brennt – so sah das Löschwesen Mitte des 19. Jahrhunderts aus. Als im Jahre 1884 im Abstand von wenigen Wochen aber gleich zwei größere Brände die Stadt heimsuchten, veranlasste man die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr. Was mit 49 Kameraden, einer Feuerspritze und einem Wasserzubringer vor 130 Jahren seinen Anfang nahm, ist heute eine 83 Personen starke Truppe mit zehn Fahrzeugen inklusive Drehleiter.

Die ehrenamtlich tätige Einsatztruppe kommt im Jahr auf durchschnittlich 160 Einsätze. Rund 20 Jugendliche sind in der 2005 gegründeten Jugendfeuerwehr. Dort lernen sie alles rund um die Themen Löschtechnik, Brandbekämpfung und –schutz. Für viele ist dies der Anfang einer langen Feuerwehrzugehörigkeit.

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