Vier Bauabschnitte

„Ein Zukunftsprojekt“: Arbeiten am neuen Abfüllgebäude der Veltins-Brauerei schreiten voran

Das Gebäude für die neue Abfüllanlage befindet sich im Bau. Schon Ende 2021 soll die Aufstellung der ersten Anlage beginnen.
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Das Gebäude für die neue Abfüllanlage befindet sich im Bau. Schon Ende 2021 soll die Aufstellung der ersten Anlage beginnen.

Veltins rüstet sich für die Zeit nach der Pandemie. „Unser Blick ist nach vorn gerichtet. Die drängenden Probleme der Gegenwart werden in eine Marktnormalität münden – und genau dafür treffen wir alle Vorkehrungen“, sagt Veltins-Generalbevollmächtigter Michael Huber. Dementsprechend bleibt das Investitionstempo am Stammsitz im sauerländischen Grevenstein unvermindert hoch.

Grevenstein/Hochsauerland – 24 Stunden pro Tag, fünf Tage pro Woche floss beispielsweise der Beton für die Treppenhaustürme des neuen Abfüllgebäudes der Brauerei C. & A. Veltins. Immerhin 25 Zentimeter pro Stunde wächst so ein Turm durch die besondere Technik der Gleitschalung – Fenster und Türen werden durch spezielle Einsätze direkt ausgespart.

„Es ist schon bemerkenswert, weil man sehen kann, wie das Bauwerk wächst“, so Michael Huber, der damit einen weiteren Meilenstein der Investitionsoffensive für das Jubiläumsjahr 2024 meint. „Trotz der Markterschwernisse stehen wir beim Baufortschritt weiter auf dem Gas – so sieht unsere Zuversicht in den deutschen Biermarkt aus.“ Auch in den zurückliegenden Wintermonaten gab es keine Pause. Bis es soweit ist, dass in dem neuen Gebäude auch eine neue Abfüllanlage platziert werden kann, war viel Zeit an Planung und entsprechender Vorbereitung notwendig.

Viele Monate wurde Fels – teilweise mit sanften Sprengungen – abgetragen, bis dann im Frühjahr 2020 endlich die ersten Bauabschnitte begannen. Nach den Fundamenten folgte der Hochbau, der teilweise in Gleitschalung und teilweise konventionell mit Ortbeton gebaut wird. Dabei werden hier insgesamt 15.000 Kubikmeter Beton verbaut. An alles ist gedacht: Material- und Personenaufzüge, Versorgungsschächte, Unterführungen, Treppenhäuser und Brandschutzanforderungen, Vertikalförderer und auch eine Anbindung an die bestehenden Gebäude sowie die Logistik.

Über 54 Millionen Euro werden investiert

„Wir sprechen über eine Maschinenlaufzeit bis zur Mitte dieses Jahrhunderts – ein Zukunftsprojekt“, so Michael Huber. Die Flaschenabfüllanlage wird die Effizienz am Grevensteiner Stammsitz deutlich beschleunigen.

„Die Planung für solche Bauprojekte ist sehr komplex und Anlagenlayouts müssen vorausschauend geplant werden, immerhin ist Weitsicht später der Garant für die Flexibilität der Abfülltechnik“, sagt Peter Peschmann, Technikgeschäftsführer der Brauerei C. & A. Veltins. Mehr als 54 Millionen Euro investiert die Brauerei C. & A. Veltins damit in modernste Anlagentechnik, um auch in den nächsten Jahrzehnten den hohen selbst gesteckten Qualitätsanforderungen der Premium-Brauerei gerecht zu werden. Immerhin müssen bei der Planung einer Abfüllanlage viele Elemente bedacht werden: Vom Kasten-Auspacker über die Flaschenreinigungsmaschine zu Füller und Etikettiermaschine sowie Einpacker für Kästen und Sixpacks, aber auch Palettieranlagen, Förderbänder und viele, kleine technische Details gilt es zu beachten.

Der Hochbau für das Gebäude, in dem bis 2024 gleich zwei neue Abfüllanlagen errichtet werden sollen, entsteht in vier Bauabschnitten. Aktuell liegt das Bauprojekt genau im Zeitplan. Nicht zuletzt durch die Gleitschalung waren enorme Zeitersparnisse möglich.

Bereits Ende 2021 soll voraussichtlich damit begonnen werden, die erste der beiden Abfüllanlagen aufzustellen. 2022 wird in dem neuen Gebäude, das dann nahtlos mit dem vorhandenen Abfüllgebäude verbunden ist, eine neue Abfüllanlage an den Start gehen. Im Anschluss daran beginnt dann der Bau der zweiten, neuen Abfüllanlage. Die voraussichtliche Inbetriebnahme der ersten Anlage ist für Mitte 2022 angesetzt.

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