Heimisches Netzwerk-Projekt stattet Abiturienten mit Starterpaketen aus

Eine Kiste voller Heimat

Gemeinsam mit Kreiswirtschaftsförderer Michael Bison (2.v.l.) und Marie Ting von der Südwestfalen Agentur (2.v.r.) präsentieren die Vertreter der heimischen Unternehmen das Survival Pack. Foto: LL

„Der Mensch kann nicht zu neuen Ufern aufbrechen, wenn er nicht den Mut aufbringt, die alten zu verlassen.“ Frei nach diesem Zitat des französischen Schriftstellers André Gide stehen bald wieder viele Abiturienten vor dem Absprung in die große weite Welt des Studiums. Für dieses Vorhaben wurden die Absolventen jetzt mit sogenannten „Survival-Packs“ (also Überlebens-Paketen) ausgestattet. Enthalten sind vielfältige Produkte aus der heimischen Wirtschaft, die die Perspektiven und Karrierechancen der Region verdeutlichen und zugleich eine mögliche Rückkehr in den heimatlichen Hafen schmackhaft machen.

„Sie können die Region durchaus verlassen, Sie sollen sie aber keinesfalls vergessen“, wandte sich Kreiswirtschaftsförderer Michael Bison bei der Premierenübergabe der Pakete am Donnerstag am Gymnasium der Benedektiner in Meschede direkt an die Schüler vor Ort. Rund 1000 dieser Survival Packs werden in den kommenden zwei Wochen an die Abiturienten im gesamten HSK verteilt.

Die Aktion soll die angehenden Studenten auch auf das neue Projekt „HSK-Heimvorteil – Dein Karrierenetzwerk“ und die dazugehörige FaceBook-Seite aufmerksam machen. Hier zeigt die Wirtschaftsförderung des HSK gemeinsam mit der Südwestfalen Agentur Insider-Informationen zu spannenden Arbeitgebern und Karrieremöglichkeiten in der Region auf. „Für uns ist das ein Modellprojekt“, verdeutlichte Marie Ting, Regionalmarketing Managerin der Südwestfalen Agentur. Mit der Dachkampagne „Südwestfalen – Alles echt!“ habe man bereits zahlreiche Maßnahmen entwickelt, um für attraktive Arbeitsplätze vor Ort zu werben.

Mit der Region in Verbindung bleiben

„Nun wollen wir diejenigen erreichen, die jetzt schon eine emotionale Beziehung zur Region haben. Und das sind eben vor allem unsere Abiturienten. Mit der Einladung ins Heimvorteil-Netzwerk können sie ganz einfach mit der Heimat in Verbindung bleiben“, so Marie Ting. Genau dazu soll das Projekt „HSK-Heimvorteil“ als Netzwerk-Plattform und mit der Vermittlung konkreter Ansprechpartnern beitragen.

Um die Wirtschaftskraft und die Möglichkeiten in der Region zu verdeutlichen, waren Vertreter der sieben am Überlebenspaket beteiligten heimischen Unternehmen (siehe Info-Kasten rechts) nach Meschede gekommen, um den Schulabgängern die Starter-Box persönlich zu überreichen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Die gesamte Idee sei eine „sehr charmante Art“, den Schülern ein Stück Heimat auf ihren weiteren Lebensweg mitzugeben, betonte Heinz J. Plugge, Schulleiter am Gymnasium der Benediktiner. Er bestärkte die Schüler zugleich darin, zwecks Studium das Sauerland zu verlassen und „den eigenen Horizon zu erweitern“. Dabei dürfe man aber die lebens- und liebenswerte Heimat nicht vergessen.

Dem stimmte auch Michael Bison zu. Für die Abiturienten sei es wichtig, andernorts Erfahrungen zu sammeln, „aber sie müssen auch ihre Karrieremöglichkeiten zu Hause kenne, um das Zurückkommen nicht zu vergessen“ – oder, um es im Sinne André Gides zu sagen, irgendwann wieder gerne zu den alten Ufern zurückkehren.

Alle weiteren Infos zum neuen Karrierenetzwerk gibt es unter: www.facebook.com/heimvorteil.hsk

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