"Eine passende Ergänzung"

Seit 2007 arbeiten die Verantwortlichen gemeinsam daran, den SauerlandRadring für Touristen und Einheimische noch attraktiver zu gestalten. Jetzt wurde in Berge die fertige 'Nordschleife' vorgestellt. Foto: Melanie Grau

Ganz entspannt mit dem Fahrrad durch die Natur fahren und die schönsten Seiten des Sauerlands entdecken: Der SauerlandRadring mit einer Länge von 84 Kilometern spricht seit seiner Eröffnung 2007 vor allem Touristen und sportliche Familien an.

Jetzt wurde der Radweg um zusätzliche 40 Kilometer erweitert. Die sogenannte "Nordschleife" schließt den SauerlandRadring nach Norden an die Bahnhöfe in Meschede und Freienohl an und verbindet ihn mit dem RuhrtalRadweg sowie dem Hennesee.

"Der SauerlandRadring wird bereits jetzt intensiv befahren, da ist die Nordschleife eine passende Ergänzung", sagt Hubertus Schmidt, Geschäftsführer der Kur- & Freizeit GmbH Schmallenberger Sauerland. "Der Weg ist steigungsarm, was hier im Sauerland eher selten ist. Mit der Nordschleife wurde nun ein geschlossener Rundweg geschaffen."

Finanziert wird die Nordschleife auch durch EU-Gelder, denn über das LEADER-Projekt "4 mitten im Sauerland" wird die Radwege-Infrastruktur gefördert. So werden zum Beispiel neue Schilder, Bänke und Schutzhütten aufgestellt.

"Bis Pfingsten soll die Strecke komplett damit ausgestattet sein", sagt Klaus Wahle vom Fachbereich Planung und Bauordnung bei der Stadt Meschede. "Ein kleines Problem haben wir dann nur noch entlang der B55, zwischen Mielinghausen und Nichtinghausen. Da müssen die Radfahrer einen Umweg benutzen, weil wir ihnen nicht zumuten wollen an der Bundesstraße entlang zu fahren."

Möglich wird die Nordschleife durch den Bau eines Radweges auf der ehemaligen Bahntrasse durch das Wennetal, für den Straßen.NRW verantwortlich ist.

Dieser neue Weg ist 2,5 Meter breit und reicht vom alten Bahnhof in Wennemen bis Sallinghausen. Durch den besonderen Asphalt können auch Rollstuhl- und Inlinefahrer die Strecke ohne Schwierigkeiten nutzen.

"Obwohl für den SauerlandRadring nie ein Verein gegründet wurde, klappt die Zusammenarbeit von Anfang an sehr gut und unkompliziert", meint Hubertus Schmidt.

"Interkommunales Erfolgsmodell"

"Diese interkommunale Zusammenarbeit und das bürgerschaftliche Engagement, machen den Radweg auch auf planerischer Ebene zu einem Erfolgsmodell", ergänzt Clemens Lüdtke von der Tourist-Information Lennestadt und Kirchhundem.

Zurzeit überlegen die Verantwortlichen auch die Orte, die bis jetzt abseits des SauerlandRadrings liegen, miteinzubeziehen. "Wir würden zum Beispiel gern noch eine Verbindung zu den Orten Olpe, Visbeck und Grevenstein schaffen", sagt Klaus Wahle. "Das ist unsere Aufgabe für die Zukunft."

Eröffnet wird die Nordschleife beim SauerlandRadring-Fest am Pfingstmontag, 28. Mai, in Berge. Das Fest beginnt um 11 Uhr und findet parallel zum Berger Mühlenfest statt. Um 12 Uhr wird die Nordschleife offiziell durch Meschedes Bürgermeister Uli Hess eröffnet. Bis 18 Uhr erwartet die Gäste unter anderem eine Fahrradmesse und ein E-Bike-Testparcours. Zudem werden Mundwerker Michael Klute sowie Manfred Klein und Band für Unterhaltung sorgen.

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