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Busunternehmen aus dem Sauerland startet Hilfstransport an die polnisch-ukrainische Grenze

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Von: Claudia Metten

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Freienohl Spende
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Die gesammelten Spenden sollen zur polnisch-ukrainischen Grenze gebracht werden. © Claudia Metten

Eine riesengroße Welle der Hilfsbereitschaft, Menschen die mit beladenen Schubkarren und großen, voll bepackten Kartons auf den Hof des Freienohler Busunternehmen Zacharias fuhren: Die Unterstützung für die Menschen in der Ukraine war so groß, dass in Freienohl der Verkehr fast zum Erliegen kam und die Ein- und Ausfahrt auf den Hof des Omnibusbetriebes von der Polizei sowie freiwilligen Helfern geregelt werden musste. Das Unternehmen hatte zur Spendensammlung aufgerufen. Spenden, die am Freitag zur polnisch-ukrainischen Grenze gebracht werden sollen.

Update vom 4. März, 14 Uhr: Die Kolonne kommt gut voran und hat bereits die deutsch-polnische Grenze passiert. Weiter geht es nun über Breslau nach Krakau. In Polen ist es deutlich kühler als im Sauerland. Die Mitfahrenden berichten von Schneegriesel und circa plus zwei Grad. „Auf der Autobahn hupen viele Lkw und zeigen den Daumen nach oben“, schildern sie Reaktionen, die sie auf ihrem Weg erleben.

Update vom 4. März, 12 Uhr: Am Freitagmorgen um fünf Uhr ging die Spendenfahrt des Busunternehmens Zacharias aus Freienohl los. Busunternehmer Gustav Zacharias startete bei Minusgraden mit vier weiteren Busfahrern, zwei Sozialarbeitern der Stadt Arnsberg sowie Sanitätern Richtung polnisch-ukrainische Grenze. Der Reisebus war randvoll beladen, mit einem großen Teddy auf dem Sitz, der nur darauf wartete, ein ukrainisches Kind glücklich zu machen.

Die Stimmung unter den Busfahrern war ausgesprochen gut, freudig und energiegeladen. Alle wussten: Mit unserer Aktion helfen wir Menschen und retten somit Leben. „Wir fahren jetzt los. In Geseke stoßen dann noch ein Bus aus Hemer sowie zwei weitere Busse aus Schwerte hinzu“, berichtete Gustav Zacharias. Aber nicht nur die drei Busse machten sich auf den Weg in Richtung Ukraine. Auch ein mit Spenden beladener 40-Tonner, zwei Dreieinhalbtonner sowie drei Sprinter ergänzten die große Karawane. 

Freienohl Ukraine
Kleiner Stopp: Die erste Rast auf der Fahrt in Richtung polnisch-ukrainische Grenze legten die Freiwilligen auf der A38 Richtung Dresden ein. © privat

Erstmeldung: „Danke für die tolle Aktion!“, „Das ist einfach nur gewaltig!“ oder auch „Der Netto ist leer gekauft und im Lidl wird schon nachgeliefert!“, schallte es über den Hof. Die Menschen gaben sich buchstäblich mit ihren Kartons und Kisten die Klinke in die Hand. Geldspenden wurden übergeben sowie kistenweise Dosengemüse, Nudeln, haltbare Gerichte, Hygieneartikel, Zahnpasta, Toilettenpapier und Decken, Getränke u.v.m.

Ich kann gar nichts mehr sagen. Mit so einer Hilfsbereitschaft hätte ich niemals gerechnet. Das ist einfach nur grandios.

Busunternehmer Gustav Zacharias

„Ich kann gar nichts mehr sagen. Mit so einer Hilfsbereitschaft hätte ich niemals gerechnet. Das ist einfach nur grandios“, so Busunternehmer Gustav Zacharias. Mit seiner Spendensammlung setzte der Freienohler Unternehmer eine Hilfsbereitschaft für die Menschen in der Ukraine in Gang, die mit Worten kaum zu beschreiben ist. Allein 50 freiwillige Helfer sortierten, verstauten und verpackten die gesammelte Ware für die große Fahrt.

Fahrt in der Kolonne

Am Freitagmorgen fährt Gustav Zacharias um fünf Uhr zusammen mit drei weiteren Busfahrern, zwei Sozialarbeitern der Stadt Arnsberg sowie Sanitätern Richtung polnisch-ukrainische Grenze. Begleitet wird der Bus von einem mit Spenden beladenen 40-Tonner, zwei Dreieinhalbtonnern sowie drei Sprintern.

„In der Kolonne fahren wir bei uns los. In Geseke stoßen dann noch ein Bus aus Hemer und zwei weitere Busse aus Schwerte hinzu“, ergänzte der Freienohler .Geplant sei am Nachmittag ein Zwischenstopp mit Übernachtung in Krakau. Danach soll es am Samstagmorgen weiter bis zur ukrainischen Grenze gehen. „Dort angekommen übergeben wir an einem Depot der polnischen Regierung die Spenden an das Rote Kreuz“, ergänzte Zacharias. Angedacht sei zudem auf der Rückfahrt ukrainische Kriegsflüchtlinge mit zurückzubringen.

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