15-Jähriger schreibt Erfolgsgeschichte fort

Auf einem Rad zum Erfolg: Mescheder Felix Griggel holt WM-Titel im Downhill U19

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Hier rollt ein Weltmeister ein: Felix Griggel bei der Zieleinfahrt im Wettbewerb Downhill U19.

Meschede/San Sebastian. Besser hätte die zweite Wettkampfwoche für Felix Griggel bei der Einrad-WM im spanischen San Sebastian wohl kaum beginnen können: Der 15-jährige ...

Meschede/San Sebastian. Besser hätte die zweite Wettkampfwoche für Felix Griggel bei der Einrad-WM im spanischen San Sebastian wohl kaum beginnen können: Der 15-jährige Mescheder wurde am Montag in der Altersklasse der 15- bis 18-Jährigen Erster in der Disziplin „Downhill Beginner“ und darf sich damit fortan als Weltmeister bezeichnen.

Beim Langsamfahren (Slow Race) sind Koordination und Gleichgewichthalten die größten Herausforderungen.

Downhill ist ein Rennen im Gelände, bei dem die Einradfahrer einen holprigen Abhang mit hohem Schwierigkeitsgrad herunterfahren müssen. Dabei gibt es zwei verschiedene Kurse: Beginner und Advanced. Da Felix Griggel vorher noch nie einen Downhill-Wettbewerb bestritten hat, fuhr er erstmals die Beginner-Strecke. Hier konnte er auf Anhieb überzeugen.

Die Teilnehmer starteten dabei jeweils im Abstand von einer Minute. Auf einer Streckenlänge von 1,2 Kilometern mit insgesamt 230 Höhenmetern überholte das Nachwuchstalent gleich drei der vor ihm gestarteten Teilnehmer. Obwohl er zweimal stürzte, kam er in einer fantastischen Zeit von 4.46,180 Minuten ins Ziel und siegte damit in der Altersklasse U19. Damit verwies er den Franzosen Jan-Baptiste Gutleben mit einem deutlichen Vorsprung von über 42 Sekunden auf den zweiten Platz. Dritter wurde – ebenfalls aus Deutschland – Quentin Burbach mit einem Rückstand von über 55 Sekunden. Felix Griggel konnte sich nicht nur als Erster von zwölf Teilnehmern in der Altersklasse U 19 durchsetzen, seine hervorragende Leistung wird besonders durch die Platzierung im gesamten Teilnehmerfeld deutlich: von 187 Teilnehmern, davon 105 Männern, erzielte Felix die zweitbeste Gesamtzeit.

Persönliche Bestzeiten auch im Slow Race

Etwas unglücklich für den 15-jährigen Einrad-Künstler war allerdings die Tatsache, dass er an seiner eigenen Siegerehrung nicht teilnehmen konnte, weil das Finale im Slowe Race (Langsam vorwärtsfahren), für das sich der Mescheder in der ersten WM-Woche als Sechster von 138 Teilnehmern qualifiziert hatte, vom Veranstalter kurzfristig von Sonntag auf Montag verlegt wurde und somit fast zeitgleich stattfand.

Das bedeutet für Felix Anreisestress und Zeitdruck, weil die Strecken 42 Kilometer voneinander entfernt lagen. Doch obwohl er sich deshalb nur fünf Minuten einfahren konnte, absolvierte das Ausnahmetalent in beiden Durchgängen die 10 Meter Strecke auf dem 15 Zentimeter breiten Brett jeweils in persönlicher Bestzeit. Im ersten Durchgang fuhr er eine Zeit von 59 Sekunden und im zweiten Durchgang eine Zeit von 1.01 Minute. Damit landet er voraussichtlich auf Platz 5 oder 6 (Ergebnisse nach Redaktionsschluss) und schreibt seine persönliche Erfolgsgeschichte fort.

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