„Erfreulicher Rückenwind“

Brauerei C. & A. Veltins bleibt weiterhin auf Erfolgskurs

Führendes Produkt: Der Ausstoß von Grevensteiner Original ist um 72,1 Prozent gesteigert worden. Foto: Veltins

Grevenstein/Hochsauerland. Die Brauerei C. & A. Veltins, Meschede-Grevenstein, hat im zurückliegenden Geschäftsjahr ihr Marktvolumen erneut gesteigert und damit das furiose WM-Vorjahr überflügelt. Bei einem Ausstoß von 2,78 Millionen Hektoliter (+0,5 Prozent) wurde mit 309 Millionen Euro der beste Umsatz in der Brauereigeschichte erzielt.

„Wir spüren den erfreulichen Rückenwind in Handel und Gastronomie und fühlen uns im deutschen Biermarkt pudelwohl“, sagte Veltins-Generalbevollmächtigter Michael Huber bei der Vorstellung der Jahreszahlen.

In der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts legte der Brauereiausstoß um 8 Prozent deutlich zu, die Marktbedeutung im Premium-Segment wurde nachhaltig ausgebaut. „Unsere Kontinuität und Berechenbarkeit sind verlässliche Garanten für eine solide Marktverankerung – unser Innovationskurs trägt reife Früchte, die wir nun ernten können“, bewertete Veltins-Generalbevollmächtigter Michael Huber das Marktengagement.

Veltins Pilsener übertraf 2015 abermals den Vorjahresausstoß und bestätigte damit die stabile Marktposition im mengenmäßig schrumpfenden Pils-Segment. Die Flaschenbierabsätze im Mehrweg-Segment blieben stabil, nachdem insgesamt 1,57 Millionen Hektoliter in Mehrwegflaschen ihren Weg zum Kunden fanden. Branchenkonform entwickelte sich die Dynamik im Einweggeschäft. Mit einem Ausstoß von 123.500 Hektoliter legte die Getränkedose deutlich zu. Das Wachstum von 12,2 Prozent war vor allem auf die Distributionserweiterung einzelner Vertriebsschienen des Handels zurückzuführen. Der Biermixklassiker Veltins Radler wuchs unter der Dachmarke immerhin um 16 Prozent.

Grevensteiner als „Erfolgsgeschichte“

Frisch vom Fass gingen 498.000 Hektoliter der Marken Veltins und Grevensteiner Original in die 14.900 gastronomischen Partnerbetriebe, aber auch auf publikumsaktivierende Festivitäten. Dagegen konnten die Biermischgetränke keine Wachstumsimpulse aus dem Geschäftsjahr 2015 mitnehmen. Die Biermixrange V+ gehört unverändert zu den geschmacklichen Innovationstreibern und erreichte 351.100 hl (-8,3 Prozent). Im Fassbrause-Segment stieg die Wettbewerbsintensität abermals an, sodass das Produkttrio 55.700 Hekotliter (-19,2 Prozent) zum Ausstoß beitrug. Aus Sicht der Brauerei erfreulich entwickelte sich dagegen die jüngst eingeführte Landbier-Spezialität mit ihren historischen Wurzeln. „Unser Grevensteiner Original wird für die Brauerei C. & A. Veltins immer mehr zu einer Erfolgsgeschichte – den Menschen gefällt unsere brauhandwerkliche Kreation“, bilanzierte Dr. Volker Kuhl. Insgesamt lag der Ausstoß von Grevensteiner Original bei 90.500 Hektoliter (+72,1 Prozent).

Früchte trugen die Exportbemühungen zudem in den Schwerpunktmärkten Italien, Spanien, Niederlande und Großbritannien. Mit einem Ausstoß von 185.000 Hektolitern (+8,8 Prozent) steigerte die Brauerei C. & A. Veltins ihre Auslandspräsenz.

Unternehmenserfolg bedeutet für die Brauerei C. & A. Veltins gleichzeitig auch Standorttreue – und damit eine Zukunftssicherung für die Region. Bis zum Jahr 2022 werden 105 Millionen Euro am Brauereistandort investiert sein. Schon im Berichtsjahr 2015 begannen die Vorbereitungen zum Austausch der Läuterbottiche, es folgt die mehrjährige Modernisierung der Logistik. Noch vor Jahrzehntende werden neue, leistungsfähige, aber auch effizientere Abfüllanlagen in Grevenstein zum Einsatz kommen. Angesichts des erfreulichen Gastronomiegeschäfts wird 2016 eine neue Fassabfüllung in Betrieb genommen. Alle geplanten Investitionen erfolgen auch deshalb unter dem zwingenden Gesichtspunkt der Energieeffizienz, weil sich so in Braubetrieb, Abfüllung und Logistik Kostenvorteile heben lassen.

Insgesamt beschäftigte die Brauerei C. & A. Veltins 2015 635 Mitarbeiter (2014: 616). Im Geschäftsjahr 2015 konnten die Veltins-Beteiligungen einmal mehr ihre Aktivitäten ausweiten und erwirtschafteten 474 Millionen Euro Umsatz. 1.669 Mitarbeiter waren innerhalb der Beteiligungen beschäftigt.

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