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Den Forschergeist wecken

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„Kleine Forscher“ zeigten Monika Reimpell (Dekanin an der FH Südwestfalen), Hans-Josef Vogel (Bürgermeister der Stadt Arnsberg), Landrat Dr. Karl Schneider und Netzwerkkoordinatorin Elke Henke (v.l.) Experimente mit Wasser und Luft.
„Kleine Forscher“ zeigten Monika Reimpell (Dekanin an der FH Südwestfalen), Hans-Josef Vogel (Bürgermeister der Stadt Arnsberg), Landrat Dr. Karl Schneider und Netzwerkkoordinatorin Elke Henke (v.l.) Experimente mit Wasser und Luft.

„Wie kann ich meinen Tee abkühlen, damit ich ihn schneller trinken kann?“ – Diese und andere Fragen aus dem Alltag zeigen, wie Kinder alltägliche Begegnungen mit Naturwissenschaften erleben können. Um dies pädagogisch zu fördern, wurde am vergangenen Montag ein lokales Netzwerk gegründet: Die Fachhochschule (FH) Südwestfalen in Meschede als zdi Netzwerk Bildungsregion Hochsauerland geht als lokaler Partner der bundesweiten Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ an den Start.

Damit setzt sich die FH für bessere Bildungschancen von Mädchen und Jungen in den Bereichen Mathematik, Technik und Naturwissenschaften ein. In Kooperation mit dem Hochsauerlandkreis und der Stadt Arnsberg wird das Netzwerk von nun an den pädagogischen Fach- und Lehrkräften in Kindergärten und Grundschulen im HSK die Möglichkeit geben, sich fortlaufend weiterzubilden und die Begeisterung der Kinder am Forschen und Entdecken von naturwissenschaftlichen Phänomen zu fördern.

„Der Forschergeist der Kinder im Kindergarten und der Grundschule soll geweckt werden und immer wieder mit Experimenten in ihren Alltag integriert werden“, erklärt Esther von Kuczkowski vom Bildungsbüro der Stadt Arnsberg. Die meisten Kinder seien von sich aus neugierig und interessiert an Naturphänomenen. Dem stimmte auch

Hans-Josef Vogel, Bürgermeister der Stadt Arnsberg, zu: „Kinder haben Spaß am Experimentieren. Dort wollen wir anknüpfen“.

Auch Landrat Dr. Karl Schneider begrüßte die Gründung des Netzwerkes: „Wir wissen, dass gerade im technischen Bereich auf Dauer Fachkräfte fehlen werden. Daher ist es sinnvoll, Kinder möglichst früh an MINT-Facher heranzuführen.“ Damit dies gelingt, sorgen die lokalen Netzwerkpartner für die Verbreitung der Stiftungsangebote und geben der Bildungsinitiative in der Region ein Gesicht.

Das lokale Netzwerk hingegen organisiert vor allem die angebotenen Fortbildungen für die pädagogischen Fach- und Lehrkräfte: „Diese haben oft keine naturwissenschaftlichen Fächer studiert. Woher sollen sie wissen, wie es geht? Wir wollen diese Leute schulen, die dann Multiplikatoren sind“, erklärt Prof. Dr. Monika Reimpell, Dekanin an der Fachhochschule.

Innerhalb des lokalen Netzwerks engagiert sich Elke Henke von der Fachhochschule als Koordinatorin für die Gewinnung und persönliche Betreuung der Einrichtungen und organisiert die Workshops: „Kinder im Sauerland sollen entlang der gesamten Bildungskette von den nachhaltigen Angeboten profitieren können – zur Freude aller und zum Nutzen der Kinder“. Diese Freude war auch bei der Gründungsveranstaltung zu sehen, denn vier „kleine Forscher“ aus Meschede präsentierten und erklärten Versuche mit Wasser, Luft, Strohhalmen und Plastikflaschen.

Für August ist eine große Auftaktveranstaltung geplant, in der das „Haus der kleinen Forscher“ und die Angebote den Einrichtungen in der Region ausführlich präsentiert werden sollen.

Mit weit über zweihundert Partnern vor Ort bildet die Stiftung ein starkes, deutschlandweites Netzwerk. Mehr als 3800 Einrichtungen haben bereits das Zertifikat „Haus der kleinen Forscher“.

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