Neubau: Noch viele Fragen offen

Küppel ohne Turm: Das Freienohler Wahrzeichen ist abgebaut 

Der 26 Meter hohe Küppelturm auf dem Freienohler Hausberg „Küppel“ wurde in dieser Woche Etage für Etage abgetragen.

Freienohl. Wieder einmal müssen die Freienohler eine Zeit lang auf ihr Wahrzeichen verzichten. Der Küppelturm wurde in dieser Woche abgetragen. Wie berichtet, hatte der Zahn der Zeit an dem hölzernen Aussichtsturm genagt, sodass er aus Sicherheitsgründen von der Stadt Meschede gesperrt worden war.

Fünf Mitarbeiter der Zimmerei-Holzbau Hoff GmbH aus Sunden-Endorf hatten von Dienstag bis Freitag den 26 Meter hohen Holzturm mithilfe eines Krans Etage pro Etage abgetragen. „Die Höhe hat man nicht alle Tage“, sagt Heinrich Hoff, dem der Arbeitseinsatz dennoch kein Kopfzerbrechen bereitete. „Was man aufbaut, kann man auch wieder abbauen.“ Sein Unternehmen war bereits 1983 beauftragt gewesen, den Küppelturm neu aufzubauen.

Der jetzt geplante Neubau wird sogar der insgesamt vierte in der Geschichte des Küppelturms sein. Das Freienohler Wahrzeichen war ursprünglich 1932 errichtet und 1955 erstmals gesperrt worden, weil das Bauwerk morsch und baufällig geworden war. Dieses Szenarium wiederholte sich nach dem ersten Neuaufbau (1959) im Jahre 1983, als der Aussichtsturm erneut neu aufgebaut wurde. Im August 2015 hatte die Stadt Meschede den Küppelturm dann wiederum sperren müssen.

Stahlkonstruktion oder Lösung aus Holz? 

Seitdem versuchen engagierte Freienohler zusammen mit der Stadt Meschede eine finanzierbare Lösung für einen weiteren Neubau zu finden, wie die Freienohler auf ihrer Dorfhomepage in Aussicht stellen.

Im Herbst 2016 stellte die Stadt im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung die ersten Entwürfe dafür vor. Im Dezember 2016 gab der Stadtrat grünes Licht für eine holzverkleidete Stahlkonstruktion. Die kalkulierten Kosten: 450.000 Euro. Dabei sei eine Förderung über 200.000 Euro möglich, 105.000 Euro würde die Stadt Meschede dazuschießen, 150.000 Euro wären als Spenden nötig, erklärt Pressesprecher Jörg Fröhling.

Aber die Heimatfreunde Freienohl möchten gerne alternative Modelle vorlegen – als Neubau aus Holz. „Es sind noch viele Fragen offen. Etwa die der Dauerhaftigkeit und die Frage, ob die vorhandenen Fundamente nutzbar sind“, führt Jörg Fröhling aus. Derzeit sei alles noch im Fluss. Ein abweichender Entwurf müsse wieder von der Bezirksregierung auf Förderfähigkeit geprüft werden. Auch ein neuer Ratsbeschluss sei dann notwendig. Bevor keine finale Entscheidung gefällt und dessen Finanzierung geklärt ist, müssen die Freienohler und alle Ausflügler noch auf einen Bautermin für die vierte Konstruktion des Wahrzeichens auf dem Freienohler Hausberg „Küppel“ warten.

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