Ein Zeichen als Mahnung

Friedensglocken am Hennesee offiziell eingeweiht

Setzten ein gemeinsames Zeichen: Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche sowie der Bürgerstiftung weihten im Beisein von Bürgermeister Christoph Weber die Friedensglocken am Mescheder Hennesee ein.
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Setzten ein gemeinsames Zeichen: Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche sowie der Bürgerstiftung weihten im Beisein von Bürgermeister Christoph Weber die Friedensglocken am Mescheder Hennesee ein.

Meschede. Feierlich und mit dem Segen der katholischen sowie evangelischen Kirche wurden am Sonntagnachmittag die Friedensglocken am Hennesee, zwischen Schiffsanlegestelle und Ruderclub, eingeweiht. Nach der offiziellen Begrüßung aller geladenen Gäste und Besucher dankte Josef Sommer besonders den Sponsoren und der Bürgerstiftung Meschede für das gelungene Friedensprojekt.

„Die Idee für die Friedensglocken, die aus Bomben gebaut sind, ist in meinem Urlaub in München entstanden. Das Projekt hat sich hier in Meschede schnell realisieren lassen. Die Bombenköpfe von Fliegerbomben aus dem zweiten Weltkrieg wurden eigens dazu in Glocken umgewandelt. In der Geschichte war es oft anders herum, dass nämlich die Glocken eingeschmolzen und zu Kanonen wurden. Hier wurde der Spieß einmal herumgedreht“, so Josef Sommer, stellvertretender Vorsitzender der Bürgerstiftung Meschede.

„Bombenidee“ an denkwürdigem Tag

Die Friedensglocken, jede wiegt ein Zentner, wurden bereits im November 2016 auf Initiative der Bürgerstiftung Meschede errichtet. Sie sind als Dauerleihgabe des Landes überlassen worden und erinnern daran, dass der Friede mit das höchste und wichtigste Gut ist, was sich die Menschheit erträumt. Am Hennesee ziehen die Glockenklänge nun täglich über den See, um an dessen Wahrung auf der ganzen Welt zu erinnern. „Ich hätte nie gedacht, dass die Glocken einmal so eine Bedeutung erhalten. Im Hinblick auf Syrien, die vielen Kriege oder auch den neuen Präsidenten der USA hebt sich der Friedensgedanke noch weiter hervor“, erläutert Josef Sommer das Friedensprojekt.

Auch Meschedes Bürgermeister Christoph Weber hob die Einweihung der Glocken an diesem besonderen Tag explizit hervor: „Der 19. Februar ist ein denkwürdiger Tag. Ein alliierter Bombenangriff zerstörte die Innenstadt von Meschede. Stabbrandbomben und Phosphorkanister vernichteten 300 Gebäude, viele Menschen starben. Die Friedensglocken sind Mahnung den Frieden zu schätzen. Sie fordern auf und laden ein, ein Zeichen für den Frieden zu setzen.“

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