Uraufführung mit Nachklang

Friedensglocken-Hymne am Hennesee sendet musikalische Botschaft

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Vor der einmaligen Kulisse des Hennesees boten die Akteure eine musikalische Friedensbotschaft dar, die in den Köpfen der Zuschauer noch lange nachhallen wird

Meschede/Hochsauerland - Komponistische Herausforderung, musikalisches Abenteuer, eindeutige Botschaft: Die Uraufführung einer Komposition für Glocken und Sinfonisches Blasorchester – mit Integration der Friedensglocken am Hennesee als Soloinstrument – sorgte am vergangenen Samstag, bei Bilderbuchwetter und inmitten der Seekulisse, für Begeisterung und Gänsehaut unter den rund 500 Zuhörern.

Gelungene Generalprobe und Uraufführung zugleich: Nachdem die letzten Klänge der „Friedensglocken-Hymne“ von Andres Reukauf zum Finale des einzigartigen Konzertes mit weiteren Stücken der „leiseren Tonart“ über der Wasseroberfläche verhallt waren, zeigte sich, begleitet von minutenlangem Beifall der Gäste, selbst der Komponist sichtlich gerührt von der sanften Wucht und immensen Ausdrucksstärke, die sein rund zehnminütiges Stück vermittelte: „Ich bin überwältigt. Gleichermaßen von der musikalischen Umsetzung, der tollen Kulisse sowie der fantastischen Zuhörer-Resonanz.“

In der Tat hatten die 40 Musiker der „Mescheder-Windband“, das sinfonische Blasorchester der Musikschule Hochsauerlandkreis, unter der Leitung von Graham Mark Ellis, ein wahres Meisterstück aus seinem Werk gemacht. Mit überwiegend hymnischen Passagen und rhythmisch verspielten Teilen sowie harmonischer Integration der symbol- und klangkräftigen Friedensglocken – angeschlagen von Markus Hengesbach, Schlagwerker aus Meschede – unterstrichen die Bläser die Einzigartigkeit des Stückes sowie vor allem auch die eindeutige Botschaft für Versöhnung und Frieden auf der Welt.

„Geschaffen um zu töten klingen wir für den Frieden in der Welt!“

„Für mich persönlich war es eine ganz neue Herausforderung“, betonte der 1972 als Deutscher in der Schweiz geborene und aufgewachsene Komponist, Arrangeur, Pianist und Dirigent. „Glocken, mit ihren ganz eigentümlichen Klängen und ihrer Urtümlichkeit haben als Solo-Instrument schon etwas sehr Spezielles. Mir war es wichtig, vor allem ein heiteres und friedliches Stück zu schreiben.“

Uraufführung der Friedensglocken-Hymne am Hennesee

Über die großartige Resonanz des Konzertes, zu dem Musikfreunde scharenweise an das Henneseeufer geströmt waren, zeigte sich auch Ulrich Papencordt, Fachdienstleiter Kultur/Musikschule beim Hochsauerlandkreis, höchst erfreut. „Wir waren sofort begeistert, als die Bürgerstiftung Meschede mit der Idee zu solch einem Konzert an uns herangetreten ist. Der Glockenklang gilt traditionell als Friedensbotschaft auf der ganzen Welt. Mit völkerverbindendem Effekt. Schön, dass wir so vielen heute die Hymne endlich präsentieren und auch die hohe Bedeutung dieser Glocken hier an diesem wunderschönen Ort noch mehr hervorheben können. Darüberhinaus ist es der absolute Höhepunkt zu unseren Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen.“

Jörg Hohmann, Vorsitzender des Stiftungsrates, konnte sich der Aussage nur anschließen: „Wir möchten die Friedensglocken weit über die Mescheder Grenzen präsenter machen. Das ist uns heute ganz sicher gelungen. Das Blasorchester der Musikschule HSK ist für diese Aufführung mit größtmöglicher Besetzung angereist. Das unterstreicht den Stellenwert. Die Besucherzahlen sind weit über den Erwartungen. Alles passt.“

So sonnig und heiter der Tonfall des Stückes ausfiel, präsentierte sich auch das Wetter an diesem Samstagnachmittag. Und auch der Hennesee lag bei Windstille friedlich da. 

Ein Ausschnitt der Hymne im Video:

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