Öffentlich rechtliche Verträge unterzeichnet

Fusion besiegelt - Sparkasse "Mitten im Sauerland“ startet am 1. August

+
Zufriedene Gesichter: Die Bürgermeister der vier Trägerkommunen Christoph Weber, Stephan Kersting, Bernhard Halbe und Dietmar Heß (v.l.) präsentierten in Eslohe den Fusionsvertrag.

Eslohe/Schmallenberg/Meschede/Finnentrop - Jetzt ist es amtlich: Die Fusion der Zweckverbandssparkasse Meschede-Eslohe, der Stadtsparkasse Schmallenberg und der Sparkasse Finnentrop ist unter Dach und Fach. In Eslohe präsentierten die Bürgermeister der vier Trägerkommunen am Montag den öffentlich rechtlichen Vertrag. Mit Wirkung zum 1. August nennen sich die drei fusionierten Banken „Sparkasse Mitten im Sauerland“.

Die Fusion komme dabei nahezu ohne spürbare Veränderungen aus, betonten die vier Bürgermeister Bernhard Halbe (Schmallenberg), Dietmar Heß (Finnentrop), Stephan Kersting (Eslohe) und Christoph Weber (Meschede) unisono. Eine neue IBAN-Nummer für die Kunden, für jeden fünften Mitarbeiter ein anderer Arbeitsplatz – ansonsten ändere sich nichts. Auch Geschäftsstellen und Geldautomaten bleiben demnach bestehen.

„Das ist ein gutes Fazit nach einem halben Jahr. In einer affenartigen Geschwindigkeit haben wir einen wunderbar funktionierenden Willensprozess erfolgreich über die Kreisgrenzen hinaus beendet. Das ist eine Fusion ohne Berater, nur der Verband hat uns rechtlich beigestanden“, lobte Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß den Zusammenschluss.

Der Hauptsitz der Sparkasse Mitten im Sauerland wird Meschede sein, Peter Schulte vom dortigen Kreditinstitut als Vorstandsvorsitzender agieren. Ihm zur Seite stehen die beiden Vorstandsmitglieder Frank Nennstiel von der Sparkasse Finnentrop und Peter Vogt von der Stadtsparkasse Schmallenberg. Das Geld-Institut wird mit über 300 Mitarbeitern zukünftig 50.000 Kunden betreuen.

"Das war eine erfolgreiche Geschichte vom ersten Tag an“

„Die Fusion wird auch im politischen Raum für gut befunden. Das war eine erfolgreiche Geschichte vom ersten Tag an“, resümierte Gastgeber Stephan Kersting.

Bernhard Halbe bewertete den Zusammenschluss als pragmatischen und wirtschaftlichen Zweckverband mit Blick in die Zukunft: „Die drei Regularien Niedrigzinsen, Digitalisierung und Demografie haben uns schnell einig werden lassen. Zusammen schafft man mehr. Wir haben nun die Chance gemeinsam neu zu starten. Bei allen drei Sparkassen ist Offenheit, Bereitschaft und Aufbruchsgeist da, um etwas Gutes hervorzuzaubern.“

Meschedes Bürgermeister Christoph Weber hob die bestehen bleibende Regionalität und damit verbundene Arbeitsplatzgarantien der weichen Fusion hervor: „Die Gesichter am Markt bleiben erhalten. Die Fusion hat keine Auswirkung auf das Filialgeschäft. Doch durch den Zusammenschluss sind die wachsenden Regularien leichter zu meistern. Die wirtschaftlichen Vorteile sichern den Fortbestand der Flächen“.

Stichwort „Regionalität“: Laut Stephan Kersting seien die Stiftungsgelder zudem explizit aus dem Fusionsvertrag herausgenommen worden, sie bleiben weiterhin den Geschäftsgebieten zugeordnet. Die Spendenpolitik werde zudem in allen drei Häusern aufrechterhalten und die Gelder prozentual an Vereine, Schulen oder auch Kindergärten verteilt. „Die Betriebswirtschaft ist im neuen Konstrukt wichtig, um am Markt bestehen zu bleiben. Ganz oben auf der Agenda steht aber die Identifikation der Kunden mit ihrem Kreditinstitut“, so die vier Bürgermeister abschließend.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare