Gedenken an NS-Opfer

Der Rat der Stadt Meschede hat vor knapp zwei Jahren begonnen, sich mit dem Thema "Stolpersteine" zu befassen. Seit Januar 2011 hat der interfraktionelle Arbeitskreis zu dem Thema "Stolpersteine in Meschede" recherchiert.

Viele Menschen haben mit großem Engagement die verfügbaren Daten zusammengetragen. Aufgrund dieser Vorarbeit hat der Rat der Stadt Meschede am 14. Juli 2011 mit überwältigender Mehrheit beschlossen, "Stolpersteine" in der Stadt zu verlegen. Am kommenden Donnerstag, 31. Mai, werden die Steine vom Künstler Gunter Demnig verlegt

In der Kernstadt Meschede werden demnach sechs Stolpersteine verlegt, im Ortsteil Wennemen weitere fünf. Das Konzept sieht vor, jedem Opfer einen eigenen Stein zu widmen mit den jeweiligen persönlichen Angaben.

Mit der Verlegung der "Stolpersteine" soll denen gedacht werden, die durch die Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten ermordet worden sind.

Der Künstler Gunter Demnig wird am Mittwoch, 30. Mai, um 19 Uhr in einem Vortrag den Werdegang der "Stolpersteine" erläutern. Dazu sind alle Interessierten ins Gemeinsame Kirchenzentrum in Meschede, Kastanienweg 6, eingeladen. Verlegt werden die Steine am Donnerstag, 31. Mai, durch Künstler Gunter Demnig.

Smarda und Eddo Rosenthal, die bereits vor einem Jahr in Meschede die ehemaligen Wohnstätten ihrer Großeltern und den jüdischen Friedhof besuchten sowie nachmittags im Bürgerzentrum "Alte Synagoge" mit Zeitzeugen und Mitgliedern des Arbeitskreises diskutierten, haben die weite Reise aus Israel angetreten, um mit ihrer Tochter Danna und weiteren Familienangehörigen aus Holland bei der Verlegung der "Stolpersteine" dabei zu sein.

Vereine, Institutionen und Einzelpersonen haben Patenschaften für einen "Stolperstein" übernommen.

Im Anschluss an die Verlegung der "Stolpersteine" wird um 15 Uhr zu einem offenen Gespräch und informellen Beisammensein mit der jüdischen Familie Eddo Rosenthal in das Bürgerzentrum "Alte Synagoge", Kampstraße 8, eingeladen, wo Bürgermeister Uli Hess die Familie Rosenthal besonders begrüßen wird.

Für die anschließende Dokumentation des Projektes wird noch um weitere finanzielle Unterstützung gebeten. Spenden werden erbeten auf das Konto: Bürgerzentrum "Alte Synagoge" Meschede, Verwendungszweck "Stolpersteine", Konto 17012 bei der Sparkasse Meschede, BLZ 464 510 12

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