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Gegenwind im Stadtrat

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„Windräder können keine Energie- und keine Klimaprobleme lösen.“ In einem engagierten Statement argumentierte Dr. Jobst Heinrich Köhne (FDP) in der jüngsten Sitzung des Rates der Kreis- und Hochschulstadt Meschede für eine Absage in Sachen Windenergie.

„Egal wie viele Windräder sich drehen: Damit ist eine sichere Stromversorgung nicht gewährleistet.“ Zudem stellte Köhne in seinem Plädoyer gegen diese Entwicklung der alternativen Energieversorgung heraus: „Windräder ruinieren die Kulturlandschaft und schädigen den Tourismus.“

Dabei hatte Bürgermeister Uli Hess in die Tagesordnung eingeleitet, um bisher Beratendes durch einen Ratsbeschluss weiter zu festigen: „Wir stehen am Beginn des konkreten Verfahrens.“ Nach dem Versuch des Liberalen, auf andere Wege umzuleiten, stellte Hess zudem fest: „Die Entscheidungen sind getroffen. Wir diskutieren nicht über ob überhaupt, sondern über das Wo.“

Josef Sommer (CDU): „Die Grundsatzentscheidung wurde in Berlin getroffen – der regenerativen Energie mehr Raum zu geben.“ So waren für Reinhard Schmidt (SPD) denn auch die Ausführungen von Jobst Köhne „von vorgestern“. „Bei der Energiewende ist Meschede auf dem richtigen Weg“, betonte Antonius Vollmer (Grüne). Der Rat solle weiterhin „die Windkraft positiv begleiten“.

Das belegte schließlich das klare Votum des Stadtrates, womit „die beschlossene Vorgehensweise manifestiert wird, wenn wir in den nächsten Monaten konkreter werden“, resümierte der Bürgermeister.

Zunächst richtet sich dabei das Augenmerk auf die Einwohnerversammlung am 21. Oktober.

Bei acht Gegenstimmen wurde auch die Vorgehensweise in Sachen Stadtarchiv mit dem Auszug aus der Freienohler Verwaltungsstelle zunächst nach Grevenstein beschlossen (wir berichten weiter). (Von Wilfried Gundel, meschede@sauerlandkurier.de)

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