Es geht weiter

In dem Insolvenzverfahren betreffend Sondermann-Brot haben die Gläubiger dem Insolvenzplan zugestimmt.

Damit kann der Betrieb weitergeführt werden. Am 15. August hatte Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Andreas Pantlen aus Düsseldorf einen Insolvenzplan beim Amtsgericht Siegen eingereicht. Darüber hatten die mehr als 850 Gläubiger in einem Termin vor dem Amtsgericht Siegen abzustimmen.

Der Plan sieht unter anderem vor, dass das Finanzamt Olpe dem Unternehmen Steuern erlässt und auch die Gemeinden, in denen die Großbäckerei Filialen unterhält, auf Gewerbesteuern verzichten. Diese Voraussetzungen lagen bereits zu Beginn des Termins vor. In der nichtöffentlichen Sitzung waren zwar nur 14 Personen erschienen, insgesamt vertraten sie aber mehrere 100 Gläubiger. Nachdem der Insolvenzverwalter den Plan noch einmal erläutert hatte, wurde er einstimmig angenommen. Neue Gesellschafterin der Bäckerei wird die Firma Lafayette Capital Partners, eine Industrieholding mit Sitz in Luxemburg und Berlin. Unmittelbar nach dem Termin bestätigte das Insolvenzgericht den Insolvenzplan. Damit sind die Voraussetzungen für eine Fortführung des Unternehmens erfüllt. Die knapp 1000 Arbeitsplätze, so der Insolvenzverwalter, könnten erhalten werden. Die vor knapp 65 Jahren gegründete Bäckerei hatte am 22. September 2011 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Das Unternehmen unterhält rund 115 Filialen im Sauer-, Sieger- und Rheinland und betreibt darüber hinaus das Regalgeschäft in etwa 300 Supermärkten.

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