Projektwerkstätten der Stadtgespräche diskutieren Bürgertreff

Gemeinschaftsgefühl stärken

Fingerzeig für die Zukunft: 40 Interessierte diskutierten am Dienstag die Einrichtung eines Bürgertreffs. Foto: Sonntag

Die Projektwerkstätten der Mescheder Stadtgespräche „Vereinsamung entgegenwirken“ und „Vielfalt - Miteinander leben“, wollen Meschedes Gemeinschaftsgefühl stärken und mit der Einrichtung des Bürgertreffs einen Ort der Koordination und Begegnung schaffen. Um dieses Vorhaben in die Tat umsetzen, muss sich ein gemeinnütziger Trägerverein gründen.

Zur Information über die bisherigen Planungsergebnisse und um an der weiteren Gestaltungsphase teilzunehmen, kamen 40 interessierte Bürger zur Infoveranstaltung in das evangelische Gemeindehaus an der Schützenstraße. Mit der Errichtung dieses Treffs möchte man die ehrenamtlichen Ressourcen in der Stadt bündeln und transparent machen. „Der demografische Wandel, und die damit verbundene Tatsache, dass auch die Mescheder Bevölkerung abnehmen wird, bewirkt ein Umdenken in der gesellschaftlichen Struktur“, erläuterte Christina Sondermann. Traditionelle Familienstrukturen werden weniger und müssen im besten Fall durch bürgerschaftliches Engagement und Zusammenhalt kompensiert werden. Aus diesem Grund möchte man einen hauptamtlichen Ehrenamtskoordinator einsetzen, um gewährleisten zu können, dass die umfangreichen Aufgaben professionell durchgeführt werden.

Verschiedene Überlegungen, wo ein solcher Bürgertreff entstehen könnte, wurden bereits getätigt. Ganz oben auf der Liste steht hierbei das Begegnungszentrum Wiebelhaus an der Kolpingstraße. Großer Vorteil dieser Immobilie ist, dass die Stadt Meschede hier Räume kostenlos zur Verfügung stellen würde. Weitere Möglichkeiten wären beispielsweise das evangelische Gemeindehaus, die Stadthalle und das Stiftscenter, wo jedoch jeweils Miete gezahlt werden müsste.

Doch egal, wofür man sich entscheiden wird, die Errichtung eines Bürgertreffs wird Geld kosten. Christian Sauerwald stellte den interessierten Bürger den ungefähren Jahresbedarf auf: Rund 40.000 Euro würden wohl benötigt. Die Summe soll durch Vereinsbeiträge, Spenden und durch die Stadt Meschede finanziert werden. Doch trotz des hohen Finanzierungsaufwands ist sich Manfred Breider sicher: „Meschede braucht einen Bürgertreff.“ (Von Andre Sonntag, meschede@sauerlandkurier.de)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare