Historischer Atlas für die Bergstadt Eversberg präsentiert

Geschichte im Taschenformat

Haben gemeinsam Heimatgeschichte kompakt im Aktentaschen-Format erlebbar gemacht: Prof. Dr. Wilfried Reininghaus, Dr. Angelika Lampen und Ortsvorsteher Willi Raulf (von links).

„Über eine spannende Geschichtsstunde“ freute sich in der vergangenen Woche nicht nur der Ortsvorsteher der Bergstadt, Willi Raulf, sondern auch viele Eversberger, die der Einladung zur Buchvorstellung durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe – Historische Kommission für Westfalen und dem Institut für vergleichende Städtegeschichte – gefolgt waren. Ein Atlas für die Aktentasche über die Ortschaft Eversberg, herausgegeben von Cornelia Kneppe und Mechthild Siekmann, wurde den Besuchern im alten Saal des Markes Hauses vorgestellt.

„Ich freue mich, hier im alten Markes-Saal eine so hohe fachliche Kompetenz zum Thema Geschichte begrüßen zu dürfen“, sagte Willi Raulf, dessen besonderer Gruß Dr. Angelika Lampen vom Institut für vergleichende Geschichte und Prof. Dr. Wilfried Reininghaus von der historischen Kommission für Westfalen galt.

Der neue „Historische Atlas westfälischer Städte“ ist mit drei weiteren Bänden zu den Orten Grevenstein, Olfen (südliches Münsterland) und Westerholt (nördlicher Rand des Ruhrgebiets) erschienen und macht auf der Grundlage neuester Forschungsergebnisse Regionalgeschichte erlebbar. Der große Vorteil zu anderen Atlanten-Arten sei die Fülle an Zusatzinformationen wie beispielsweise Schriftquellen, Ansichten und Fotografien, wodurch die Ortsentwicklung anschaulich und vergleichbar gemacht wird.

Kern der Atlanten ist jeweils der erste exakt vermessene Stadtplan vom Anfang des 19. Jahrhunderts, die sogenannte Urkatasterkarte. Sie zeigt jeweils den Grundriss vor den tiefgreifenden Veränderungen durch die Industrialisierung, den Zweiten Weltkrieg und die Stadtsanierung.

Den direkten Vergleich zwischen einst und jetzt ermöglicht ein moderner Plan der jeweiligen Stadt. Einen Blick über die Stadt hinaus bietet eine Karte des Umlandes. Erweitert werden die Atlanten durch thematische Tafeln, Bildquellen und einem Textheft, die einen kompakten Überblick über die Entwicklung des Ortes leisten. Bei der Bergstadt liegt insbesondere ein Augenmerk auf dem Montanwesen. Für alle Eversberger wird der umfangreiche Überblick über die Geschichte der Hausstätten vor Ort ebenfalls von interessanter Bedeutung sein.

Nach der Präsentation des Atlanten durch Dr. Angelika Lampen und Prof. Dr. Wilfried Reininghaus zeigte sich der Eversberger Ortsvorsteher von der Fülle an Informationen stark beeindruckt. „Man könnte fast ein wenig neidisch werden bei dem Wissen über die eigene Geschichte, die Sie gemeinsam erarbeitet und dadurch das Werk so plastisch dargestellt haben. Das ist schon eine Pflichtlektüre und zwar nicht nur für uns Bergstädter“, bilanzierte Willi Raulf zum Ende der Vorstellung.

Das Werk, bearbeitet von Wilfried Ehbrecht, ist zum Preis von 34,80 Euro beim Ardey-Verlag in Münster erhältlich.

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