Sturmböe reißt Mescheder Maibaum um – keine Verletzten

Großes Glück im Unglück

Es ist nach wie vor kaum zu glauben, dass bei dem Einsturz des Maibaums am Von-Stephan-Platz kein Mensch zu Schaden kam. Foto: Kaspar Kämper

Die Ausläufer des Orkantiefs „Christian“ wüteten Anfang dieser Woche auch im Hochsauerland. In Meschede wäre es dabei beinahe zu einem folgenschweren Unglück gekommen. Der Maibaum der St.

Georgs-Schützen mit seinen angeschraubten Auslegern krachte am Montagmittag mit einem lauten Knall auf dem Von-Stephan-Platz zusammen.

Glück im Unglück hatten zwei Monteure einer Firma für Toilettenservice. Sie befanden sich in der öffentlichen Toilette direkt unter dem Maibaum. Auf dieses Toilettenhäuschen knallte der Baum mit voller Wucht. Anschließend donnerten die Holz- und Metallteile zwischen den beiden Zebrastreifen auf den Winziger Platz. Die Spitze des Maibaums schlug nur wenige Zentimeter an der Fassade der Sparkasse Meschede vorbei.

Allen, die den „Umfall“ gesehen hatten, stand der Schreck noch Stunden später ins Gesicht geschrieben. Man kann nur von Riesenglück sprechen, dass sich zum Zeitpunkt des Unfalles weder Fußgänger, noch Autos oder gar ein Bus in der Gefahrenzone befand. Ein Mitarbeiter der Sparkasse berichtete, seine Frau habe sich nur etwa 15 Meter vom Zebrastreifen entfernt auf der Brücke am Henneboulevard aufgehalten.

Baumreste zum Bauhof gebracht

Aufgrund der Arbeiten an der Ruhrbrücke, die derzeit für den Verkehr gesperrt ist, hält sich der Verkehr in Grenzen. Auch dadurch wurde sicherlich Schlimmeres verhindert. Weiterhin hatten zum Zeitpunkt des Unfalles gerade starke Regenschauer eingesetzt und viele Fußgänger sich wohl untergestellt. Eine halbe Stunde nachdem der Maibaum umfiel, rückten Mitarbeiter des städtischen Bauhofes an, um die Reste des Baumes zum Bauhof nach Enste zu bringen. Die Bruchstelle des Baumes habe einen sehr morschen Eindruck gemacht, berichten Augenzeugen.

Für den – glimpflichen – Schaden wiederum muss der Eigentümer aufkommen, erklärte Stadtpressesprecher Jörg Fröhling auf Anfrage. Die Stadt habe lediglich das Grundstück zur Verfügung gestellt. Verkehrssicherungsmaßnahmen, Prüfung und Schadensbehebung fallen vertraglich in den Bereich des Eigentümers.

Das sind in diesem Fall die Mescheder St. Georgs-Schützen. Bei der Bruderschaft befindet man sich derzeit mitten in den Untersuchungen. Da noch kein Gutachten vorliegt, lässt sich zu Ursache und möglicher Schadensregulierung noch nichts sagen. Auch die Frage, ob ein neuer Maibaum aufgestellt wird, ist noch nicht entschieden. Fakt ist lediglich, dass der Deutsche Wetterdienst zum Zeitpunkt des Unglücks Windstärke 10 in Meschede gemessen hat. „Wir sind einfach alle nur heilfroh, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Alles Weitere wird man sehen“, erklärte Schriftführer Christoph Menke stellvertretend.

Weitere Eindrücke von dem„Umfall“ gibt es auf der KURIER-Homepage im Fotoalbum „Meschede“. (Von Kaspar Kämper und Lars Lenneper, l.lenneper@sauerlandkurier.de)

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