„Das ist ein Harakiri“

Gutachten zum neuen Standort des CVUA sorgt im Kreistag für Kritik

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Die vier Standorte des „Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Westfalen“ (CVUA) im Regierungsbezirk Arnsberg sollen zusammengefasst werden.

Meschede/Hochsauerland. Kräftigen Gegenwind gab es am Freitagnachmittag auf der Kreistagssitzung im Mescheder Kreishaus hinsichtlich der Standortwahl des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Westfalen (CVUA) und des damit verbundenen Gutachtens.

Fest steht: Die vier Standorte des „Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Westfalen“ (CVUA) im Regierungsbezirk Arnsberg – also Arnsberg, Hamm, Bochum und Hagen – sollen zusammengefasst und auf der „grünen Wiese“ konzentriert werden. Offen ist allerdings noch der Standort.

Ein aktuelles Gutachten der Firma Carpus und Partner favorisiert dabei eine Zusammenlegung auf der grünen Wiese in Unna. Dieser angedachte Standort wurde von der SPD jedoch stark in Frage gestellt und das Gutachten in seiner Form angezweifelt.

Die SPD-Fraktion kritisierte, dass die Baukosten nicht annähernd dargestellt wurden und ein Neubau bis zu 50 Millionen mehr kosten kann, als ein Umbau im kernsanierten Gebäude in Arnsberg. „Der Neubau wird künstlich kleingeschätzt und das Gebäude in Arnsberg falsch dargestellt. Der Grundstückspreis in Unna liegt laut Gutachten bei 1 Millionen Euro, also wesentlich günstiger als in Arnsberg. Das ist ein Harakiri in der Bewertung und falsch. In Arnsberg soll die Birkenschule 2019 geschlossen werden, die an das sanierte Gebäude grenzt. Somit steht der Platz im nächsten Jahr zur Verfügung und auf dem Gelände kann gebaut werden. Jeder Unternehmer würde ein kernsaniertes Gebäude nutzen und anbauen“, so Reinhard Brüggemann von der SPD.

In ihren Ausführungen hinsichtlich der Standortwahl warf die SPD dem Gutachter zudem Vorteilshaltung vor und appellierte daran, den geografischen Mittelpunkt nicht in Unna umzusetzen, da allein 90 von 200 Mitarbeitern aus Arnsberg stammen. Die Anforderungen an den Standort Arnsberg entsprechen laut Antrag der SPD-Fraktion vom 3. Mai 2018 einer fachlich und wirtschaftlich zukunftsfähigen Einrichtung in vollem Umfang.

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