Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Olsberg

Heimatministerin Ina Scharrenbach diskutiert über regionale Entwicklung

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NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach, hier „eingerahmt“ von Bürgermeister Wolfgang Fischer (re.) und Landtagsabgeordnetem Matthias Kerkhoff, trug sich in das Ehrenbuch der Stadt Olsberg ein. Mit dabei (v.li.): Ingomar Schennen, Hiltrud Schmidt und Kathrin Rösen.

Meschede/Olsberg. Der ländliche Raum steht vor gewaltigen Herausforderungen. Auf der Veranstaltung „Regionale Entwicklung. Zukunft des ländlichen Raums“ der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU im Hochsauerlandkreis (MIT) wurden am Montagnachmittag im H1 am See in Meschede genau diese Themen mit Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, diskutiert. Im Anschluss ging es für die Ministerin noch weiter nach Olsberg, wo sie sich ins goldene Buch der Stadt eintrug.

Einerseits wird ein schneller Ausbau des Glasfasernetzes bis zur „letzten Milchkanne“ gefordert, um konkurrenzfähig zu bleiben und der immer rasanter voranschreitenden technischen Entwicklung nicht hinterherzulaufen, andererseits steht die Region vor dem Problem fehlender Wohnräume und Gewerbeflächen, dem zügigen Ausbau des Straßennetzes, der Entwicklung der Innenstädte oder auch der Ärzteversorgung, Wohnbauförderung und Mobilität.

Auf die Frage nach einer möglichen Sicherstellung der Kinderbetreuung besonders in den Sommerferien, wo viele Kitas über mehrere Wochen geschlossen haben, antwortete die Ministerin: „In Nordrhein-Westfalen gibt es allein 10.000 Kindertageseinrichtungen. Ich werbe für die Großtagespflege für Kinder unter drei Jahren. Dort können bis zu neun Kinder betreut werden. Das sind einfache Einrichtungen, wo mehrere Betriebe ihre Synergien nutzen und die Bedarfe den Eltern angepasst sind.“

Architekt Sascha Walenta, Heimat-Ministerin Ina Scharrenbach und Stephan Werthschulte, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU im HSK (v.l.) sprachen in Meschede über die Zukunft des ländlichen Raums. 

Aber nicht nur der soziale Bereich stand hoch oben auf der Agenda. Themen wie die vereinfachte Landesbauordnung, kluge Konzepte für die Altbausanierung in den Innenstädten, die Straßenausbaubeiträge sowie der Donut-Effekt (das Abwandern von Wohnraum und Handel in die Außenbezirke) wurden rege diskutiert.

„Das Land Nordrhein-Westfalen fördert den sozialen Wohnungsbau mit Angeboten, die für verschiedene Zwecke zugeschnitten sind. 100 Prozent der Kosten bis zu 100.000 Euro werden gefördert. Als Gegenleistung wird nur eine Mietpreisbindung von 20 Jahren gefordert. 2018 wurden insgesamt 125 Millionen Euro ausgekehrt. In Städten bis zu 10.000 Einwohnern wird der Abriss der gesamten Bausubstanz im Innenbereich gefördert, um darüber neue Bauplätze zu schaffen“, so Ina Scharrenbach.

"Die Innenstädte sind nicht mehr nur Ladestation."

Die Ministerin stellte weiterhin heraus, dass die ältere Bevölkerung zurück in die Städte zieht, da dort Handel, Ärzteversorgung und Mobilität gewährleistet und gekoppelt sind. „Die Innenstädte sind nicht mehr nur Ladestation. Sie werden wieder zum Lebensraum für Wohnen. Heimat betrifft die städtische als auch ländliche Region gleichermaßen. Beide ergänzen sich, denn Kinderbetreuung, Konzepte gegen Ärztemangel, Bebauungspläne und so weiter haben nur eins im Sinn: Die Stärkung der Heimat.“

Im Anschluss sorgte die Ministerin noch für „Zuwachs“ im Ehrenbuch der Stadt Olsberg: Während ihres Besuchs im Zentrum Holz trug sich Ina Scharrenbach in das „Who's Who“ der prominenten Gäste der Stadt Olsberg ein. Der Ort hatte dabei durchaus Symbolcharakter: Das Zentrum Holz bietet unter anderem umfassende Dienstleistungen und Beratung rund um Holz als Baustoff – in den Verantwortungsbereich Ina Scharrenbachs als NRW-Ministerin fällt auch das Bauen.

Zu Gast in Olsberg war Ina Scharrenbach auf Einladung des CDU-Stadtverbands. In einer öffentlichen Veranstaltung erläuterte die Ministerin vor mehr als 70 Ehrenamtlern aus dem gesamten Stadtgebiet, welche Fördermöglichkeiten es für Projekte rund um das Thema Heimat gibt. Insbesondere verwies sie dabei auf den „Heimatscheck NRW“ – er bietet die Chance, für entsprechende Vorhaben auf unkomplizierte Weise Fördermittel in Höhe von bis zu 2000 Euro zu beantragen. 

Weitere Informationen und Online-Förderanträge gibt es auch unter www.heimatfoerderung.nrw im Internet.

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