Kolping-Senioren Meschede feiern 150-jähriges Jubiläum

„Hinsehen und Handeln“

Eine Reise durch die Zeit unternahmen Hubertus Barbier, Gerd Tietz und Elmar Krämer (v.l.). Foto: Andre Sonntag

Eine Reise durch die Zeit unternahm am Samstagmorgen der Kolping-Senioren-Treff anlässlich seines 150-jährigen Jubiläums in der Kreis- und Hochschulstadt Meschede.

Gerd Tietz, Seniorenleiter der Kolpingfamilie Meschede, freute sich, mehr als 70 Gäste im großen Saal des Kolpinghauses begrüßen zu dürfen. Sein besonderer Gruß galt den ehemaligen Präsides der Kolpingfamilie Meschede, Pfarrer Udo Tielking (1970-1976) und Pfarrer Hans-Jürgen Kötemann (2007-2013).

Gestartet wurde der Festtag mit einer heiligen Messe in der St. Walburga Kirche und einem anschließenden gemeinsamen Frühstück im Kolpinghaus. Im festlich geschmückten Saal wurde den Gästen eine kleine Ausstellung über die Geschichte der Kolpingfamilie vorgestellt und auf diese Weise der Leitgedanke Adolph Kolpings nach Hinsehen und Handeln in Erinnerung gerufen.

Dabei brachte es der ehemalige Präses der Kolpingfamilie Udo Tielking bereits bei seiner Festpredigt auf den Punkt: „Entweder wir lassen uns durch die Nöte der Zeit die Augen öffnen, werden sensibel für das, was die Menschen wirklich in Konflikte und Situationen bringt, oder wir haben an der Grundidee Kolpings vorbeigelebt.“ Diesen Gedanken griff auch Gerd Tietz in seiner Begrüßung auf und stellte bei einem Kurzportrait von Adolph Kolping treffend fest, dass dieser stets den Menschen in den Mittelpunkt gestellt habe – und das nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch mit aktivem Handeln. „Ich sage Danke für die jahrelange Treue“, so der Seniorenleiter, der darauf aufmerksam machte, dass Kontinuität und Treue ein Leitbild der Identifikation mit Adolph Kolping in Meschede seit Jahren darstellt.

Senioren leisten „wichtigen Beitrag“

„Die Senioren haben sich nicht nur der Pflege der Tradition verschrieben, sondern leisten einen wichtigen Beitrag bei der aktiven Gestaltung der Geschichte“, fuhr Tietz fort, der im Anschluss an die Begrüßung gemeinsam mit Elmar Krämer und Hubertus Barbier die Gäste mithilfe einer Präsentation auf eine Zeitreise von 1864 bis 2014 nahm und dabei die Geschichte der Kolpingfamilie Revue passieren ließ.

Andreas Wrede, Vorsitzender der Kolpingfamilie Meschede, nahm diesen Tag zum Anlass zurückzuschauen und bilanzierte: „Auf dieses Jubiläum und die geleistete Arbeit kann man sehr stolz sein und die guten Ratschläge der Mitglieder werden durch ihre Erfahrung nicht nur in der Kolpingfamilie, sondern auch in der Gesellschaft nach wie vor gebraucht.“ Manfred Breider, Vorsitzender des Seniorenbeirates der Stadt Meschede, stellte nochmals hervor, wie wichtig es sei, sich als Senioren einzumischen. „Wir geben damit nicht nur Orientierungshilfe, sondern auch ein offenes Bekenntnis zu den Problemen in der Gesellschaft ab.“ Im Anschluss an die Grußworte und die Präsentation klang der Festtag bei einem gemütlichen Grillen mit intensiven Gesprächen aus.

Die Hauptfeier im Jubiläumsjahr der 150-jährigen Geschichte der Kolpingfamilie Meschede findet am 30. und 31. August statt. Am 15. August wird eine Bilderausstellung in der Sparkasse Meschede die Jubiläumsveranstaltungen komplettieren. (Von Andre Sonntag, meschede@sauerlandkurier.de)

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