Frischer Wind für alte Flieger

Historischer Flugsportverein lädt zum Tag der Offenen Werkstatt nach Schüren

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Die Flieger in Schüren haben es sich zur Aufgabe gemacht, historisches Fluggerät zu restaurieren und wieder flugfähig zu machen.

Schüren/Hochsauerland – „Leimen, schäften, schleifen“ heißt es am kommenden Sonntag, 19. Januar, in der Zeit von 11 bis 16 Uhr auf dem Flugplatz in Schüren. Dann veranstaltet der Historische Flugsportverein Sauerland einen „Tag der Offenen Werkstatt“ und gewährt außergewöhnliche Einblicke hinter die Kulissen.

Die Flieger, die sich unter anderem zur Aufgabe gemacht haben, historisches Fluggerät zu restaurieren und wieder flugfähig zu machen, zeigen in der Werkstatt auf dem Flugplatz Schüren, wie alte Segelflugzeuge von innen aussehen. Hier wurde noch mit Holz und Leim und viel handwerklichen Geschick gearbeitet. In der Werkstatt steht ein Grunau Baby II, welches wieder zum Leben erweckt werden soll.

Den Einblick in das Innenleben bekommt man nicht alle Tage, denn zurzeit steht das Flugzeug noch „nackt“ da, ohne Bespannung. Wenn die metallenen Beschläge für die Ruder entrostet und frisch poliert wieder eingebaut sind, dann können Ruder und Tragflächen wieder mit Stoff bespannt und lackiert werden. Die Flieger erklären den Besuchern alles über die Hölzer, Sperrholz und verschiedene Leime sowie Arbeitsgänge wie Leimen, Schäften und Schleifen.

Hintergrund 

Das Grunau Baby wurde im Winter 1930/31 von Edmund Schneider an der Segelflugschule Grunau in Niederschlesien (heute Jezów Sudecki) konstruiert. Von diesem Segelflugzeugtyp wurden im Laufe der Jahre mehr als 5000 Exemplare gebaut. Damit ist das „Baby“ das häufigste gebaute Segelflugzeug auf der Welt. Heutzutage existieren nur noch wenige Exemplare. Weitere Informationen zum Grunau Baby gibt es zudem hier.

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