Stadthalle als Hochburg der Heiterkeit 

Prinz "Steppen der Erste" regiert die Narren der SG Hünenburg

Neues Prinzenpaar der SGH: Prinz Steppen der Erste und sein Burgfräulein Sabine die Erste.

Meschede. Alle reden immer vom Karneval in Köln und Düsseldorf mit seinen atemberaubenden Prunksitzungen. Das man allerdings als Sauerländer gar nicht erst so weit fahren muss, bewies am Samstagabend die Siedlergemeinschaft Hünenburg in der Mescheder Stadthalle. Mit einem spritzigen, turbulenten und mehr als drei Stunden andauernden Programm kochte der Narrentempel „Stadthalle“ förmlich vor Begeisterung über.

Schon beim pünktlichen Einzug der Gladiatoren um 19.11 Uhr mit dem Elferrat, dem Prinzenpaar, den Gastvereinen und vielen Aktiven war die Stimmung bei den vielen kostümierten Narren auf dem Siedepunkt. Bereits vor Wochen war die bislang zweite Sitzung der Siedlergemeinschaft in der Mescheder Stadthalle restlos ausverkauft.

Die Stadthalle war bei der Prunksitzung der Siedlergemeinschaft Hünenburg bis auf den letzten Platz besetzt.

Mit rund 400 Besuchern ist diese Prunksitzung eine der größten im Stadtgebiet und strotzt nur so vor Professionalität. Angefangen vom Bühnenbild über die Lichteffekte bis hin zu den vielen Aktiven steht diese Sitzung den großen Prunksitzungen aus den rheinländischen Karnevalshochburgen in nichts nach.

Erstmals in diesem Jahr führte der neue Sitzungspräsident Carsten „Schlusi“ Schulte durch das unterhaltsame Programm und trat damit nach acht Jahren die Nachfolge von Karsten „Kiste“ Kleinschnittger an. Durch die bereits lange aktive Zeit als Karnevalist – unter anderem in der Bütt – hatte der frisch gebackene Sitzungspräsident das Narrenschiff fest in seiner Hand und auf Kurs. Die erste seiner Amtshandlungen war die offizielle Vorstellung des neuen Prinzenpaares für die laufende Session. Prinz Steppen der Erste regiert gemeinsam mit seinem Burgfräulein Sabine die Erste das Narrenvolk der Siedlergemeinschaft.

Kunterbuntes Bühnenprogramm

Nach der Übergabe der Orden stellte Sabine die Erste aus dem Hause Baier fest: „Als ich damals nach Meschede gezogen bin, hätte ich mir im Traum nicht vorstellen können, einmal als Burgfräulein auf einer Karnevalsbühne zu stehen.“

Doch genauso ist es nun gekommen und passend zu ihrer gebürtigen Heimat im hohen Norden Deutschlands war auch das Bühnenbild gestaltet, sodass das Prinzenpaar gemütlich aus einem Strandkorb heraus das närrische Treiben verfolgen konnte. Und das hatte es in sich, denn nach dem ersten Gardetanz durch die SGH Küken folgte mit „Hettwich vom Himmelsberg“ bereits das erste Highlight des Programms. Selbst Bürgermeister Christoph Weber, den man in seiner Verkleidung an diesem Abend kaum erkennen konnte, war vor dieser heiteren Persönlichkeit nicht sicher und musste sich die ein oder andere unangenehme Frage und Feststellung gefallen lassen. Kein Wunder, dass nach diesem frivolen Auftritt bereits die ersten Zugaben-Rufe durch den Narrentempel peitschten.

Durch die traditionellen Auftritte der Wonderbra(ther)s, dem Männerballett, den Burghühnern der Tanzgarden SGH Küken, SGH Minis und nicht zuletzt den Newcomern Goldi und Lukas, die als „Zwei süße Jungs aus Meschede“ für Furore sorgten, freuten sich die vielen Narren über ein abwechslungsreiches Programm auf sehr hohem karnevalistischem Niveau. Für die musikalische Stimmung auf der Bühne sorgte wie im vergangenen Jahr die Musikkapelle Eversberg unter Leitung von Gregor Wagner.

Prunksitzung der Siedlergemeinschaft Hünenburg 

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