Hoppecke bereichern

Ortsvorsteherin Alice Beele (rechts) versorgt Hoppeckes Jugendliche mit Aufträgen, die sie in 72 Stunden umsetzen sollen, unter der Leitung von Frank Lahme (sitzend, Zweiter von rechts). Foto: Kristin Sens

Drei Tage lang will die Hoppecker Dorfjugend vor Ostern kräftig in die Hände spucken und "den Ort infrastrukturmäßig weiterbringen", wie Frank Lahme es formuliert. An die 40 Jugendliche werden von Mittwoch bis Karsamstag nach den Vorgaben der Ortsvorsteherin Alice Beele verschiedene Projekte im Dorf umsetzen - als Ersatz für ein Osterfeuer.

"Das wird schon ein bisschen mehr sein, als nur ein paar Papierschnipsel einsammeln. Wir wollen richtig was bewegen", sagt Frank Lahme voller Tatendrang. Nach den vielen Unsicherheiten und dem Hin und Her um das Osterfeuer im vorigen Jahr wollen die Jugendlichen dieses Jahr etwas machen, das auf jeden Fall zu einer Bereicherung für Hoppecke führt.

Sie appellieren an das ganze Dorf, ihre Bemühungen zu unterstützen - durch Geld- oder Materialspenden, Verpflegung, Maschinen und Geräte oder durch Rat und Tat. "Da kann schon die reine Anwesenheit oder ein kurzes Anpacken von großer Bedeutung sein", erklärt Frank Lahme. Auch Handwerk und Industrie werden um Mithilfe gebeten. Öffentliche und Vereinskassen sollen möglichst nicht damit belastet werden.

Start der Aktion ist um 12 Uhr am Mittwoch in der Karwoche, Ende Karsamstag ebenfalls um 12 Uhr. Im Anschluss (ab 14.30 Uhr) wird an der Grillhütte das Erreichte gebührend gefeiert. Basislager und Anlaufstelle ist die Hellewiese, Dorfbewohner und Gäste sind an allen Tagen gerne gesehen. Ab Freitagabend wird zudem die Waldjugend ihr Lager auf der Hellewiese aufschlagen und den ganzen Samstag über mit Spiel und Spaß Kindern die heimische Natur näherbringen.

Ein Zeichen für Eigeninitiative

"Die kommunalen Töpfe sind nicht mehr so voll, wenn wir etwas erreichen wollen, dann nur so", begründet Frank Lahme die Idee. "Es soll ein Zeichen sein, dass wir selbst in Zukunft verstärkt die Initiative ergreifen müssen."

Wegen der großen Trockenheit im Vorjahr war in Hoppecke, wie in vielen anderen Orten, das Osterfeuer kurzfristig abgesagt worden. Damit endeten aber nicht die Sorgen, denn nach den Vorgaben des Ordnungsamts waren sie verpflichtet, den bereits aufgeschichteten Stapel in einer bestimmten Frist entweder abzubrennen oder wieder abzutragen, was ein immenser Aufwand gewesen wäre.

Frank Lahme weist darauf hin, dass wegen der Aktion in diesem Jahr in Hoppecke auch keine Bäume abgeholt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare