"Unsere Region ist Heimat für alle"

HSK-CDU präsentiert Zukunftsprogramm zur Kommunalwahl 2020

Stellten gemeinsam das 20-Punkte-Programm der HSK-CDU im Mescheder H1 am Hennesee vor: der Landtagsabgeordnete Matthias Kerkhoff und Landrat Dr. Karl Schneider.
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Stellten gemeinsam das 20-Punkte-Programm der HSK-CDU im Mescheder H1 am Hennesee vor: der Landtagsabgeordnete Matthias Kerkhoff und Landrat Dr. Karl Schneider.

Meschede/Hochsauerland – Breitgefächert und zukunftsorientiert – so möchte sich die CDU Hochsauerland für die Kommunalwahl 2020 aufstellen. Neben den eher klassisch-konservativen Themenbereichen wie Wirtschaft, Familie, Kultur und Tourismus umfasst das 20-Punkte-Programm der Christdemokraten auch moderne Schwerpunkte wie Naturschutz und Digitalisierung.

Letztere wird sich wohl auch schon vermehrt im ersten Wahlkampf unter Corona-Bedingungen widerspiegeln, wie Landrat Dr. Karl Schneider bei der Vorstellung des Zukunftsprogramms gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Matthias Kerkhoff im Mescheder H1 am Hennesee jetzt andeutete. So wolle er zwar nach wie vor versuchen, vor Ort nah an den Menschen zu sein, ein großer Teil werde aber auch digital insbesondere in den sozialen Netzwerken stattfinden und seiner neuen Website www.karl.schneider.nrw online ablaufen. 

„Wir wollen die Verantwortung behalten. Dafür brauchen wir gute Ideen, um sie in die Praxis umzusetzen. Mit dem Programm 2020 gestalten wir die Zukunft“, machte Matthias Kerkhoff im Rahmen des Pressegesprächs das inhaltliche Ziel des Papiers auch gleich deutlich. 

"Daseinsvorsorge ist Dableibe-Vorsorge"

Der amtierende Landrat hob wiederum gleich zu Beginn die hohe hohe Lebensqualität und Wirtschaftsstärke der Region hervor, die sich durch eine vergleichsweise niedrige Arbeitslosenquote, bezahlbaren Wohnraum, eine intakte Natur sowie ein hohes Maß an bürgerschaftlichem Engagement auszeichne. Gleichzeitig betonte er aber auch seine Sorge in Bezug auf die Abwanderung junger Menschen, den Mangel an Fachkräften und die künftige medizinische Versorgung in Teilen der Region. Bezüglich der Corona-Pandemie mitsamt ihren Folgen seien die Auswirkungen für den Hochsauerlandkreis hingegen noch nicht konkret abschätzbar, so Schneider.

Er versicherte aber: „Unsere Region ist Heimat für alle. Gerade Kinder und Familien sind uns wichtig. Darum sind gute Bildungs- und Bereuungsangebote, Sicherheit sowie lebendige Innenstädte und Ortskerne wichtig. Daseinsvorsorge ist Dableibe-Vorsorge.“

Um dies zu erreichen, müsse insbesondere die Sicherung des Wirtschaftsstandorts mit seinen starken Firmen in allen Wirtschaftszweigen garantiert werden. Die Weiterentwicklung von Gewerbeflächen, die Förderberatung von Unternehmen, aber auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf seien von entscheidender Bedeutung, damit Zukunftschancen am Standort entstehen und genutzt werden können. 

60 Millionen Euro in Berufskollegs investiert

Im Hinblick auf den Arbeitsmarkt und die damit verbundene Fachkräftesicherung in der Region setzt er auf Projekte wie beispielsweise „Heimvorteil HSK“, Berufs- und Karriereperspektiven vor Ort oder auch Bildungsschecks. Von entscheidender Bedeutung sei dabei zudem die kontinuierliche Weiterentwicklung der Berufskollegs und Förderschulen. „Der Hochsauerlandkreis ist Träger von fünf Berufskollegs. In die Modernisierung und den Ausbau unserer Berufskollegs in Neheim und Olsberg werden in den nächsten Jahren mehr als 60 Millionen Euro investiert. Wir wollen dadurch Menschen die bestmögliche Förderung in ein selbstständiges Leben ermöglichen“, erklärte Dr. Karl Schneider.

Ein weiterer wichtiger Punkt auf seiner Agenda für die Kommunalwahl 2020 im HSK sei das Thema Familie, Kinder und Jugend. Schneider betonte wie wichtig es sei, gute Bedingungen im HSK für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu schaffen. Dabei hob er unter anderem die Quote von 100 Prozent in der Ü3-Betreuung hervor. Zu einer hohen Lebensqualität gehöre aber auch Zufriedenheit und Zukunftsorientierung, sodass auch Themen wie Umwelt- und Klimaschutz, Mobilität im ländlichen Bereich, Land- und Forstwirtschaft sowie Digitalisierung bei dem Schmallenberger und seiner CDU hoch im Kurs stehen. Ein schnelles Internet und leistungsfähiger Mobilfunk seien die Voraussetzung dafür, dass die Digitalisierung in allen Formen stattfinden könne

Polizei stärken, Bürokratie abbauen

Im Hinblick auf den Südwestfalen-Prozess erklärte Schneider, die Regionale 2025 solle die Digitalisierung voranbringen und eine verstärkte Einbindung junger Menschen anstreben, etwa durch das Nachwuchs-Projekt „Utopia“. Natürlich sei auch die Sicherheit ein hohes Gut, welches es zu bewahren gelte. „Wir leben in einer der sichersten Regionen Nordrhein-Westfalens. Die Aufklärungsquote bei Straftaten mit fast 63 Prozent ist eine der besten Quoten im ganzen Land. Darum setzen wir uns für den Erhalt und die Modernisierung der sieben Polizeiwachen im Hochsauerlandkreis ein und begrüßen es, dass künftig mehr Polizisten zur Verfügung stehen werden“, verdeutlichte der agile 68-Jährige.

Ihm selbst liege neben Themen wie Integration, Ehrenamt, Kultur, Sport und Tourismus aber auch eine solide Finanzwirtschaft und eine moderne Verwaltungsstruktur am Herzen. „Wir investieren in die Zukunft und schaffen finanzielle Spielräume für kommende Generationen. Dabei ist es unser Ziel, eine bürgernahe Verwaltung ohne bürokratische Hürden zu schaffen“, so Schneider. Bezogen auf das Leben im Alter und die Einbeziehung von Menschen mit Behinderung erklärte er, dass sich die Menschen darauf verlassen können, Unterstützung zu erfahren, da sie zur Mitte der Gesellschaft gehören.

Schlussendlich warb der Landrat noch einmal zusammenfassend für sich, das Zukunftsprogramm und die Region: „Die zwanziger Jahre dieses Jahrhunderts wollen wir mit Mut und Zuversicht gestalten. Unser Ziel ist es, dass der Hochsauerlandkreis eine lebenswerte Heimat bleibt.“

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