Elterntaxis, Sichtbarkeit & Co. 

Zum Ferienende: HSK-Polizei gibt Tipps für einen sicheren Schulweg

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Sichtbare Kleidung ist für Schulkinder ein wesentlicher Sicherheitsfaktor. Warnwesten und reflektierende Materialien helfen anderen Verkehrsteilnehmern die Schulkinder rechtzeitig zu erkennen, erklärt die Polizei im HSK.

Hochsauerland - Die Ferien sind bald vorbei und für viele Kinder beginnt mit der Schule ein neuer Lebensabschnitt. Nicht wenige Eltern sind sehr ängstlich und trauen ihren Kindern den Schulweg nicht zu. Am liebsten fahren sie ihre Kinder bis ins Klassenzimmer. Aber: Sind die Sorgen überhaupt berechtigt und tun sie ihren Kindern etwas Gutes? Die Polizei im Hochsauerlandkreis klärt auf.

Seit über fünf Jahren ist im Hochsauerlandkreis kein Kind bei einem Verkehrsunfall gestorben. Das Risiko im Straßenverkehr verletzt oder getötet zu werden, ist für Kinder im Sauerland deutlich geringer als im Landesdurchschnitt. 79 Kinder wurden im letzten Jahr verletzt, 15 davon auf dem Schulweg.

Statistisch gesehen lassen sich die Sorgen und Ängste der Eltern nicht erklären. Und trotzdem stehen täglich zig Elterntaxis vor den Schulen. Aus Sicht der Polizei ist das nicht nötig und für die Kinder nicht förderlich.

Selbstverständlich sollte der Schulweg mit den Kindern gemeinsam geübt und besprochen werden. Auch an der Sichtbarkeit des Kindes sollte nicht gespart werden:

  • Zu einem sicheren Schulweg gehört zunächst einmal die Information über den Schulweg. Grundschulen haben einen Schulwegplan. In diesem haben sich Eltern, Lehrer, Polizisten und Verkehrsexperten Gedanken über den besten Weg zur Schule gemacht. Fragen Sie also danach!Vormachen - erklären, vormachen lassen - erklären lassen

Vormachen - erklären, vormachen lassen - erklären lassen

  • Üben Sie den empfohlenen Weg mit Ihrem Kind und vergessen Sie nicht: Kinder lernen von ihren direkten Vorbildern! Vormachen - erklären, vormachen lassen - erklären lassen. Beobachten Sie Ihr Kind. Wer seinen Weg sicher und gelassen zurücklegt kann den Weg auch ohne Mama oder Papa gehen. 
  • Die Kinder sammeln auf den Schulwegen wichtige Sinneserfahrungen. Richtungshören, Abstandeinschätzungen, Geschwindigkeitseinschätzungen sind Fähigkeiten, die Kinder deutlich sicherer machen. So lernt man übrigens auch, sich räumlich in einer Stadt besser zurecht zu finden. Hat man das als Kind gelernt, findet auch der spätere Erwachsene sein Auto besser wieder, wenn er in einer fremden Stadt parkt.
  • Sichtbare Kleidung ist ein weiterer Sicherheitsfaktor. Warnwesten und reflektierende Materialien helfen anderen Verkehrsteilnehmern die Schulkinder rechtzeitig zu erkennen!
  • Kinder, die mit dem Rad zur Schule fahren, brauchen ein verkehrssicheres Fahrrad. Besonders Bremsen und Licht sind wichtig! Der Helm sollte nicht am Lenker oder in der Garage hängen, sondern gut angepasst auf dem Kopf sitzen.
  • Auch der Schulweg mit dem Bus kann trainiert werden. Beim Heranfahren des Busses sollte das Kind aufmerksam sein und nicht spielen, schubsen oder raufen. Das man niemals direkt vor oder hinter einem Bus auf die Fahrbahn läuft, muss absolut klar sein. 
  •  Achten Sie auf Pünktlichkeit und vermeiden sie Hektik. Wer sich beeilen muss, kann sich schlechter auf den Straßenverkehr und seine Gefahren konzentrieren!
  • Vermeiden Sie also möglichst Fahrten mit dem Auto und üben sie den Schulweg. Planen Sie genug Zeit für die Kinder ein. Dann ist der Schulweg auch sicher.

Die häufigste Unfallursache bei Verletzung von Kindern ist: Mitfahren im Auto!

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