„Den Frieden schätzen“

Hubert Kleff klärt über Bedeutung des Volkstrauertags auf

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Hubert Kleff, Erster Vorsitzender des Volksbundes des Kreisverbandes HSK, sprach am Ehrenmal in Olsberg über die Bedeutung des Volkstrauertages.

Meschede/Hochsauerland. Um den Gefallenen der Weltkriege und den Opfern von Krieg und Gewalt zu gedenken, findet am heutigen Sonntag, 19. November, neben vielen kommunalen Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag eine zentrale Gedenkstunde am Ehrenmal auf dem Stiftsplatz in Meschede um 12 Uhr statt.

„Den Frieden sollten wir als ein höchst wertvolles und auf keinen Fall selbstverständliches Gut schätzen. Wie zerbrechlich er ist, erleben wir täglich in den Medien. Wie wertvoll Frieden ist, machen uns die zahlreichen Konflikte und Kriege bewusst, aber noch mehr die Erinnerung an die beiden Weltkriege, in denen mehr als 60 Millionen Menschen, Soldaten als auch Zivilisten, einen grausamen Tod fanden“, erklärt Hubert Kleff, Erster Vorsitzender des Volksbundes des Kreisverbandes Hochsauerlandkreis, die Bedeutung. „Die Erinnerung an das Leid weckt Sehnsucht nach Versöhnung und Frieden. Darin liegt neben dem Gedenken die aktuelle Bedeutung des Volkstrauertages.“

Der Volkstrauertag, ein staatlicher Gedenktag in Deutschland, gehört zu den stillen Tagen. Vorgeschlagen wurde er 1919 vom Volksbund Deutsche Krieggräberfürsorge um den gefallenen deutschen Soldaten des Ersten Weltkrieges zu gedenken. Die erste Gedenkstunde fand 1922 im Deutschen Reichstag statt. 1934 wurde der Volkstrauertag durch die nationalsoziaistischen Machthaber durch ein Gesetz zum Staatsfeiertag bestimmt. Nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde er erneut vom Volksbund eingeführt.

Der Volkstrauertag wird seit 1952 zwei Tage vor dem ersten Adventssonntag begangen und erinnert an die Kriegstoten und die Gewaltherrschaft aller Nationen. „Als Vorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge bin ich stolz auf die jährliche zentrale Gedenkfeier in Meschede. Ein besonderer Dank geht daher an die Kreishochschulstadt“, so Hubert Kleff weiter. „2016 haben freiwillige Helfer durch Haus- und Straßensammlungen im Hochsauerlandkreis für die Arbeit des Volksbundes insgesamt 27.301 Euro gesammelt. Mit dem Geld werden neben der Anlage und dem Erhalt der Kriegsgräberstätten Schulen bei ihrer Friedensarbeit unterstützt sowie Jugendbegegnungen im In- und Ausland organisiert.“ 50 Workcamps auf Kriegsgräberstätten mit bis zu 20.000 Teilnehmern werden jährlich durchgeführt.

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