Fördermittel für Projekte und Qualifizierungen

Integrationsarbeit beim KreisSportBund HSK im Fokus

Der Kreissportbund HSK kümmert sich um die Integrationsarbeit von Migranten beziehungsweise Flüchtlingen.

Hochsauerland. Wie in den vergangenen Jahren war der KSB HSK auch 2016 wieder im Bereich „Integration durch Sport“ sehr aktiv. Die Schwerpunkte lagen dabei zum einen in der Qualifizierung von Migranten beziehungsweise Flüchtlingen sowie in der Integrationsarbeit engagierten Personen im HSK.

Diesbezüglich wurde beispielsweise eine Sonderausbildung für Flüchtlinge durchgeführt, durch die zehn jugendliche Geflüchtete zum Sportassistenten ausgebildet werden konnten und zukünftig die Übungsleiter in ihren Sportvereinen unterstützen. Zudem wurden ehrenamtlich engagierte Vereinsvertreter durch die Tagesveranstaltung „Sport interkulturell“ für ihre Arbeit im Bereich Integration durch Sport beziehungsweise Flüchtlingssport fortgebildet. 

Auch im nächsten Jahr sind schon zwei Qualifizierungsmaßnahmen terminiert. So ist am 1. und 2. Juli und 8. bis 9. Juli die Durchführung eines Basismoduls (Übungsleiter- C) für Frauen und Männer mit Migrationshintergrund geplant. Zudem findet vom 23. bis 24. September eine Fortbildung „Fit für die Vielfalt“ (Sport interkulturell) statt. Zum anderen hatte es sich der KSB HSK zur Aufgabe gemacht, die Vernetzung der Integrationsakteure im Kreis zu fördern. Diesbezüglich sollten  „Kommunale Integrationsdialoge“ zudem dem Austausch und Aufbau von Kooperationen der Integrationsakteure aus Sportverein, Schule, Kita und sonstigen Organisationen dienen. 

Integrationsdialoge eingeführt 

Im März 2016 fand der erste Kommunale Integrationsdialog mit dem Schwerpunkt „Menschen auf der Flucht“ in Zusammenarbeit mit dem Stadtsportverband Sundern und der Stadt Sundern statt. Es standen das gegenseitige Kennenlernen, der Austausch über derzeitige und zukünftige Projekte sowie Erarbeitung einer sinnvollen Vorgehensweise in der Integrationsarbeit im Mittelpunkt der Veranstaltung. Darauf aufbauend erfolgte die Erstellung eines Gesamtkonzeptes, welches Projekte wie beispielsweise die Einrichtung von drei durch Flüchtlinge besetzte Bundesfreiwilligendienststellen beim Stadtsportverband oder mehrere Aktionstage beinhaltete. Erste Ergebnisse und ein Zwischenfazit wurden dann im Rahmen des zweiten Dialogs Anfang Juli vorgestellt. 

Ein weiterer Dialog nach diesem Vorbild wurde Mitte November für die Städte Hallenberg, Medebach und Winterberg im Winterberger Rathaus durchgeführt. Für 2017 ist die Fortführung der Dialoge in den genannten sowie in weiteren Städten und Gemeinden des Hochsauerlandkreises vorgesehen. Neben den Integrationsdialogen wurden die Sportvereine zu einem kreisweiten Erfahrungsaustausch zum Thema „Flüchtlingssport“ nach Meschede geladen. Neben dem gegenseitigen Austausch wurde über das Förderprogramm „Anerkannter Stützpunktverein“ im DOSB-Bundesprogram „Integration durch Sport“ sowie über Fördermöglichkeiten des KSB HSK informiert. Die genannten Projekte wurden maßgeblich durch das Kommunale Integrationszentrum HSK (KI HSK), einem der wichtigsten Kooperationspartner des KSB HSK, gefördert. Eine positive Veränderung in der Integrationsarbeit ergab sich dann ab Juni dieses Jahres für den KSB HSK. 

Intensivere Vereinsbetreuung 

Konnte der Arbeitsbereich „Integration durch Sport“ bislang lediglich mit einer geringen Stundenzahl bearbeitet werden, profitiert der KSB HSK durch eine von landesweit 22 Fachkraftstellen „Integration durch Sport“, die der Landessportbund NRW (LSB NRW) bei den Bünden und Fachverbänden einrichten konnte. Diese halbe Stelle ermöglicht seitdem eine intensivere Vereinsbetreuung und Initiierung eigener Projekte und Maßnahmen. Aber auch eine engere Zusammenarbeit mit den Stadt- und Gemeindesportverbänden sowie den Fachverbänden wird angestrebt. 

Neben den Fachkraftstellen, die bundesweit bislang einzigartig sind, brachte der LSB NRW zwei Vereinsförderungen auf den Weg. Zum einen konnten die Sportvereine im Rahmen der Förderung „Integration durch Sport 2016“ bis zu 1.500 Euro für Integrationsmaßnahmen beantragen. Des Weiteren erfolgte nach zwei Sonderförderungen „Sport für Flüchtlinge“ in 2015 eine weitere im Herbst, bei welcher die Vereine pauschal 500 Euro für Flüchtlingssportprojekte erhalten konnten. Insgesamt beteiligten sich an der ersten Förderung 17 und an der Sonderförderung elf Sportvereine im HSK. 

Die geförderten Vereine öffneten größtenteils ihre Sportangebote, initiierten weitere Sport- und Bewegungsangebote oder ermöglichten Flüchtlingen die Teilnahme an Ausflügen, Vereinsaktionen und Trainingscamps. Darüber hinaus vernetzten sie sich zum Beispiel mit lokalen Flüchtlingsinitiativen und unterstützten die Zielgruppe bei Behördengängen. Auch 2017 können Sportvereine mit großer Wahrscheinlichkeit wieder von Fördermitteln des LSB NRW profitieren. Sobald hierzu genaue Informationen vorliegen, werden diese entsprechend an die Sportvereine kommuniziert. Auch dem KSB HSK werden aller Voraussicht nach wieder Fördermittel für integrationsfreundliche Vereinsprojekte und Qualifizierungsmaßnahmen von Personen mit Migrationshintergrund durch den Hochsauerlandkreis zur Verfügung gestellt. Diese sind gemäß der Förderkriterien beim KSB HSK zu beantragen. 

Weitere Informationen hierzu und zu den geplanten Qualifizierungsmaßnahmen können der Homepage des KSB HSK entnommen oder persönlich bei Christina Brixner (c.brixner@hochsauerlandsport.de, ☎ 02904-9763254), Fachkraft „Integration durch Sport“ erfragt werden.

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