"Das Interesse ist da"

Einige Projekte, wie die regelmäßige Pflege von Wegkreuzen, wurden direkt in die Tat umgesetzt.

Damit Erlinghausen "immer auf der Höhe" bleibt, wurde im März die Dorfwerkstatt ins Leben gerufen (der SauerlandKurier berichtete). "Ihr Ziel ist es, die Lebensqualität unseres Dorfes zu erhalten, oder, wenn möglich, zu steigern", erklärte der Erste Vorsitzende von "UseErlingsen", Gisbert Schröder. Bei ihrer zweiten Versammlung am vergangenen Donnerstag wurden die gesammelten Ideenvorschläge vertieft und diskutiert.

Erste Teams haben sich gebildet, um Projekte auszuarbeiten und umzusetzen. Besonders am Herzen liegen den Erlinghausern die Kinder und Jugendlichen. Vor allem für die älteren Jugendlichen gebe es zu wenig Angebote im Ort. Eine Projektgruppe will sich darum kümmern, für die Jugendlichen einen Werkraum zu schaffen. Derzeit wird geprüft, ob der alte Werkraum der Schule genutzt werden kann. Auch die Bibliothek könnte für Jugendliche interessanter gestaltet werden.

Auf breite Zustimmung stieß der Vorschlag, für Jugendliche Wochenendseminare zu Themen wie Selbstverteidigung und Umgang mit neuen Medien zu veranstalten - oder mal ein Video zu drehen. Finanziert werden könnten solche Projekte mit den Erlösen der Babybörse. Mit einer Umfrage unter Jugendlichen will man im Sommer ihre Interessen kennenlernen und Jugendliche finden, die sich in der Dorfwerkstatt engagieren wollen.

Auch für die Senioren könnte einiges getan werden, um Erlinghausen für sie noch lebenswerter zu machen. Ideen gab es schon einige, wie der Winterdienst oder Mitfahrer-Buttons, aber derzeit ist noch nichts so weit gediehen, dass es umgesetzt werden könnte.

Ein vielversprechendes Projekt ist ein örtliches Telefonbuch, in dem nicht nur die "richtigen Namen" stehen, sondern auch die Spitz- und Hausnamen. Das würde vor allem Neubürgern das Leben und die Integration erleichtern.

Eine ansprechende Plattform bieten

Auf großes Interesse stieß die Überarbeitung des Webauftritts. Die Homepage soll präsenter sein und auch Jugendlichen eine ansprechende Plattform, wie mit Facebook, bieten. Hier hat sich schon ein Team formiert.

Zwei Anregungen wurde direkt in die Tat umgesetzt: Die Pflanzung von Fichten als Windschutz und die Pflege von Wegkreuzen und Bänken. Alle Projektteams können noch Unterstützung gebrauchen, denn für den Einzelnen soll sich der Arbeitsaufwand in Grenzen halten. "Es soll immer noch Spaß machen", sagt Gisbert Schröder. Aus dem Vorstand wird jeweils ein Mitglied in den einzelnen Gremien als "Pate" zur Verfügung stehen, um zum Beispiel finanzielle Angelegenheiten zu regeln. So ist sichergestellt, dass die Projekte koordiniert ablaufen. Auch mit dem Ortsbeirat will man einen intensiven Austausch pflegen. Bei dessen letzter Sitzung war der Verein eingeladen, um sich und seine Ideen vorzustellen.

Mit der bisherigen Resonanz ist Gisbert Schröder zufrieden: "25 Leute waren jeweils bei den beiden Versammlungen da - zum Teil neue Gesichter - das Interesse ist da, es wächst." Die nächste Sitzung findet nach den Sommerferien statt.

Zwischenzeitlich können Ideen eingereicht werden oder man kann sich an einem der laufenden Projekte beteiligen. Interessierte können sich direkt mit dem Vereinsvorstand von "UseErlingsen" in Verbindung setzen.

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