Schwieriger Spagat

Jubiläum in Zeiten der Corona-Krise: Sparkasse feiert 175-jähriges Bestehen

+
Der Vorstand der Sparkasse Mitten im Sauerland: (von links) Frank Nennstiel, Peter Schulte (Vorsitzender) und Peter Vogt.

Meschede/Schmallenberg/Eslohe – Die Sparkasse meistert aktuell drei Herausforderungen gleichzeitig: Die aus drei erfolgreichen Vorgängerinstituten entstandene Sparkasse Mitten im Sauerland feiert in diesem Jahr ihr 175-jähriges Jubiläum. Im Fokus steht zunächst allerdings die technische Fusion vom 17. bis 19. April, die einige Herausforderungen mit sich bringt. Zusätzlich ist die Sparkasse in der Corona-Krise gefordert, die kreditwirtschaftliche Infrastruktur und die Bargeldversorgung in der Region sicherzustellen. Daher finden die Feierlichkeiten zum Jubiläum in der zweiten Jahreshälfte statt.

Mit dem Zusammenschluss gelang es der Sparkasse Mitten im Sauerland, ihre Marktführerschaft in ihren Geschäftsgebieten der Städte Meschede und Schmallenberg sowie der Gemeinden Finnentrop und Eslohe auszubauen. Mit einer Bilanzsumme von 1,49 Milliarden Euro und einem Kundengeschäftsvolumen von 2,5 Milliarden Euro nimmt die Sparkasse eine starke Marktposition ein. Mehr als 50.000 Menschen in der Region vertrauen „ihrer“ Sparkasse. 

Mit ihren im zweiten Halbjahr 2020 geplanten Aktivitäten im Jubiläumsjahr zeigt die Sparkasse einmal mehr, was sie für die Region und die Gesellschaft leistet.

Veranstaltungen

Zu den wichtigen Veranstaltungen zählen das „Sparkassen SeeFestival“ vom 14. bis 16. August, die Ausstellung „Ein Wimmelbild für Meschede“, voraussichtlich ab 10. September in der Sparkasse am Winziger Platz, ein „Sparkassen WirtschaftsForum“ mit einem aus Funk und Fernsehen bekannten Redner und zum Abschluss im Dezember eine Spendengala in Verbindung mit einer öffentlichen Auslosung der Sparlotterie für die westfälisch-lippischen Sparkassen.

#GemeinsamDaDurch 

Aber zunächst gilt es für die Sparkasse Mitten im Sauerland zusammen mit ihren Kunden die aktuelle Krise zu meistern. Aktuell laufen die Gespräche mit der Firmenkundschaft, es werden Anträge aus den von Bund und Land zur Verfügung gestellten Fördermitteln vorbereitet. „Wir stehen derzeit mit weit über 300 Kunden aus der gewerblichen Wirtschaft und den Freiberuflern in Gesprächen und entwickeln mit ihnen gemeinsam individuelle Lösungen, damit die durch das Virus ausgelöste Krise gemeistert werden kann. Damit die Anträge zeitnah gestellt werden können, haben wir die entsprechenden Abteilungen mit zusätzlichem Personal ausgestattet“, sagt Peter Schulte. 

Ein neues Gesetz, in Kraft seit dem 1. April, macht es Verbrauchern leichter, die Zahlungen für ihren Kredit auszusetzen. Die Sparkasse Mitten im Sauerland hatte die neue Regelung schon vorher umgesetzt: Bei Kreditverträgen, die vor dem 15. März abgeschlossen wurden, können Verbraucher seit dem 26. März die vollständige Aussetzung von Zins- und Tilgungsleistungen selbst im Online-Banking veranlassen. So können sie finanzielle Engpässe aus der Corona-Krise besser überbrücken. 

In der 175-jährigen Geschichte der Sparkasse hat es zahlreiche Herausforderungen gegeben. „Corona verändert unsere Welt und den Alltag in unserer Sparkasse. Wir, der Vorstand der Sparkasse, versprechen, dass sich die Sparkasse auch in Zukunft weiterhin um die Finanzfragen ihrer Kundinnen und Kunden kümmert sowie für alle Menschen in der Region da sein wird.“

Blick in die Geschichte

Vor 175 Jahren, am 2. April 1845 öffnete im Haus Lex, Ruhrstraße 65 die Kreis-Sparkasse Meschede ihre Pforten. Im Mai 1844 hatten die Kreisstände die notwendige Satzung beschlossen. Und bereits nach fünfjähriger Tätigkeit der Kreissparkasse konnte der Königliche Landrat im Mescheder Kreisblatt eine positive Bilanz vorweisen.

21 Jahre später, am 6. Februar 1866, wird im Haus des Stadtrentmeisters Anton Mertens I in der Hennestraße die zweite Sparkasse in Meschede gegründet. Diesmal ist es die Sparkasse der Stadt Meschede. Warum aber, so fragt man sich, wurde in Meschede eine zweite Sparkasse gegründet? Eine eindeutige Antwort ist darauf in den Archiven nicht zu finden.

Ganz allgemein sprach man selbst in offiziellen Dokumenten wie zum Beispiel dem Mescheder Kreisblatt von „der Sparkasse Meschede“ oder von „der hiesigen Sparkasse“. Damit war immer die Kreissparkasse gemeint. Das mag ein Hinweis darauf sein, wie sehr sich die Kreissparkasse mit dem Ort ihrer Niederlassung, der Stadt Meschede, identifizierte.

Die Neugründung einer Stadt-Sparkasse dürfte daher insbesondere auch eine Prestigefrage gewesen sein. Elf Jahre entwickelten sich die Geschäfte der Stadt- und der Kreissparkasse zunächst positiv. Allmählich wurde der Kreissparkasse Meschede das Wasser abgegraben. Am 8. August 1877 ist der Beschluss zur Auflösung der Kreissparkasse gefasst worden. Die Sparkasse der Stadt Meschede hat dann die „Erbschaft“ der Kreissparkasse angetreten.

Am 26.06.1936 fand die Grundsteinlegung des Sparkassengebäudes am Stiftsplatz statt. Hier entstand das erste eigene Verwaltungsgebäude der Sparkasse.

Am 01.08.1938 wurde der Zweckverband der Sparkasse Meschede und des Amtes Eslohe gebildet und im Zuge der kommunalen Neugliederung im Jahr 1975 wurden zum 01.01.1976 die Amtssparkasse Freienohl und die Stadtsparkasse Eversberg in der Sparkasse Meschede-Eslohe vereinigt. 1981 zog die Sparkasse in den Neubau am Winziger Platz, dem heutigen Sitz der Sparkasse Mitten im Sauerland.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare