"Fachwissen und Werte vermitteln"

Dr. Kirchhoff-Preis beim Jahresempfang der FH Südwestfalen verliehen

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Rektor Prof. Dr. Claus Schuster, Preisträger Jan Moritz Schäfer und Sebastian Mau, J. Wolfgang Kirchhoff und Prorektor Prof. Dr. Andreas Nevoigt (von links). Preisträger Marius Brinkmann konnte aufgrund eines Studienaufenthaltes in Florida den Preis nicht persönlich in Empfang nehmen. 

Meschede/Iserlohn. Der Jahresempfang der Fachhochschule Südwestfalen war auch in diesem Jahr wieder feierlicher Rahmen für die Verleihung des Dr. Kirchhoff-Preises. Drei Absolventen der Standorte Meschede und Soest wurden damit für ihre herausragenden Abschlussarbeiten ausgezeichnet.

Mehr als 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kammern und Hochschule begrüßte Rektor Prof. Dr. Claus Schuster zum Jahresempfang der Fachhochschule Südwestfalen am Hochschulstandort in Meschede.

In seiner Begrüßungsrede ging Schuster nicht nur auf die aktuellen Entwicklungen der Hochschule ein, sondern betonte insbesondere auch deren gesellschaftlichen Auftrag: „Unsere Aufgabe ist es nicht nur, den jungen Menschen Fachwissen beizubringen, sondern ihnen auch Werte zu vermitteln, wie wir als Menschen zu funktionieren haben. Eine Hochschule muss einen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten“. Dazu gehörten in erster Linie Weltoffenheit und die Anerkennung von Pluralität in der Gesellschaft.

Die Fachhochschule Südwestfalen wird als aktiver Partner weiterhin die regionale Entwicklung begleiten: „Wir müssen in der Region, gemeinsam mit der Industrie, attraktive Angebote unterbreiten, damit junge Leute hier bleiben oder aus dem Ausland zu uns kommen“, so Schuster. Im Rahmen der Regionale 2025 wird sich die Hochschule intensiv in die zu entwickelnden neuen Lebensideen einbinden.

Zum 21. Mal wurde im Rahmen der Veranstaltung der mit je 3000 Euro dotierte Dr. Kirchhoff Preis vom Verband der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen in Würdigung der Verdienste von Dr.-Ing. Jochen F. Kirchhoff für die nordrhein-westfälische Metall- und Elektroindustrie vergeben. Die Abschlussarbeiten der drei Preisträger wurden in enger Zusammenarbeit mit der Industrie erstellt und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Wettbewerbssteigerung der beteiligten Unternehmen.

Radarsensoren, Lenksensoren und Hochspannungserzeuger

Marius Brinkmann, Absolvent des Bachelor-Studiengangs Elektrotechnik in Meschede, entwickelte in seiner Abschlussarbeit eine Software zur Charakterisierung von Automotive Radarsensoren. Hochautomatisiertes Fahren ermöglicht es Autofahrern sicherer und komfortabler ans Ziel zu kommen. Dazu vermessen und analysieren eine Vielzahl von Fahrzeugsensoren die Umwelt. Einer der wichtigsten Sensoren ist der Radarsensor, der üblicherweise kontinuierliche Radarsignale verwendet. Mit der Entwicklung von Marius Brinkmann ist es nun erstmals möglich, Radarsensoren ohne Eingriff in die Hardware und vom Radarhersteller unabhängig zu charakterisieren, zu evaluieren und die spezifischen Werte zu vergleichen.

Jan Moritz Schäfer entwickelte Lenksensoren. Aufgrund der steigenden Elektrifizierung des Automobils sowie des Einsatzes von Hybrid- und Elektrofahrzeugen steigt die Anzahl der elektrischen Komponenten und die Aussendung von elektromagnetischen Feldern. Die eingesetzten Sensoren müssen zuverlässige und präzise Messungen auch unter diesen neuen Bedingungen gewährleisten. Der Absolvent des Soester Bachelor-Studiengangs Elektrotechnik untersuchte hierzu einen Lenkwinkel- und einen Lenkmomentsensor.

Ebenfalls vom Standort Soest kommt Preisträger Sebastian Mau. Im Rahmen seiner Bachelor-Abschlussarbeit im Studiengang Maschinenbau-Automatisierungstechnik konstruierte und entwickelte er einen Hochspannungserzeuger in Modularbauweise. Prozesssicherheit und Reproduzierbarkeit nehmen in der Luft- und Raumfahrttechnik einen hohen Stellenwert ein. Insbesondere bei hoch effizienten Turbinen muss das Prozessfenster deutlich verkleinert werden. Sebastian Mau entwickelte einen neuartigen Mittelfrequenz-Hochspannungserzeuger, mit dem sich größere Leistungen mit identischen Modulen realisieren lassen.

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