Landrat stellt Etatentwurf für 2014 vor

Auf Konsolidierungskurs

Ausführlicher als die Einbringungsrede vor einem Jahr zum Etatentwurf 2013 fielen in der Kreistagssitzung am Freitag die Ausführungen von Landrat Dr. Karl Schneider zum Etatentwurf für das kommende Jahr aus.

Doch lassen die umfangreicheren Erläuterungen nicht auf eine problematischere Finanzlage schließen: „Als Landrat kann ich auf den kontinuierlich und erfolgreich betriebenen Konsolidierungskurs der vergangenen Jahre verweisen. Lag das Defizit bei meiner ersten Einbringung noch bei 12 Millionen Euro, so liegt es heute bei meiner neunten Einbringung des Haushalts nur noch bei einer Million.“ Die finanzielle Situation des Kreises lässt sich an der Entwicklung der Kreisumlage festmachen. Bei einem vorgesehen unveränderten Hebesatz von 37,65 Prozent beläuft sich der „Mitnahmeeffekt“ auf einen Zuwachs von 5,8 Millionen, auf ein im Etatentwurf ausgewiesenes Umlage-Aufkommen von 114,6 Millionen Euro. Eine Entwicklung aufgrund „der guten wirtschaftlichen Lage unserer Unternehmen und der positiven Lage auf dem Arbeitsmarkt“. Auch könne der durch die Landesregierung „nahezu halbierte Flächenansatz, der den ländlichen Raum benachteiligt“, den Hochsauerlandkreis nicht vom Pfad der Konsolidierung abbringen. Änderungen der Grunddaten im Gemeindefinanzierungsgesetz führen zu Verbesserungen: Die Schlüsselzuweisungen steigen um 4 auf 32,6 Millionen Euro. Der Landrat schloss seine Rede mit einem „positiven Fazit“. Positiv auch – nach noch düsteren Prognosen in der Juni-Sitzung des Kreistages – der Ausblick auf den Bestand der pharmazeutisch-technischen Lehranstalt in Olsberg, deren weiterer Betrieb in der Kreistagssitzung beschlossen wurde. (Der Kurier berichtet weiter.) (Von Wilfried Grundel, meschede@sauerlandkurier.de)

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