Kulturelles "Aushängeschild"

Feierliche Übergabe des August-Macke-Preises in der Christus-Kirche in Meschede an Corinne Wasmuht (von links): Ernst-Michael Sittig (Jurymitglied und Vertreter der Sparkassen im HSK), Annegret Meininghaus (Meininghaus Stiftung), Corinne Wasmuht, Landrat Dr. Karl Schneider und Juryvorsitzender Prof. Dr. Carl Peter Buschkühle. Foto: Andre Sonntag

Zum 15. Mal wurde in der Christus-Kirche in Meschede der August-Macke-Preis vom Hochsauerlandkreis verliehen. Der seit 2008 erneuerte und mit 20.000 Euro dotierte Preis wurde in diesem Jahr an Corinne Wasmuht überreicht.

Die Wahlberlinerin, die 1964 in Dortmund geboren wurde, wuchs in Peru und Argentinien auf. Zwischen 1983 und 1992 absolvierte sie ein Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf und ist seit 2006 als Professorin an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe beschäftigt. Als Malerin hat Corinne Wasmuht in Düsseldorf und Berlin eine besondere künstlerische Position entwickelt. Räume, Figuren, Gegenstände durchdringen sich in einer vielfältig bewegten Bildstruktur. Diese wird vorab am Computer entworfen, wobei Corinne Wasmuht eigene Fotografien von Orten, Dingen, Menschen verwendet. Die großformatigen Bilder werden dann in oft monatelanger malerischer Arbeit ausgeführt.

Der Pfarrer der evangelischen Christus-Kirche in Meschede, Pastor Hans-Jürgen Bäumer, begrüßte die Anwesenden geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur an dem Ort, wo 1887 der Maler August Macke getauft wurde. Seitdem begegnen sich immer wieder Kunst und Kirche in den Räumen des evangelischen Gotteshauses in Form von Ausstellungen und Präsentationen. Die Moderation der feierlichen Preisübergabe übernahm Georg Scheuerlein vom Fachdienst Kultur des Hochsauerlandkreises. Neben den drei Fachjuroren Professor Dr. Jean Christophe Amman aus Frankfurt, Professor Dr. Stephan Berg als Leiter des Kunstmuseums Bonn und Professor Rainer Stamm - Direktor des Landesmuseums für Kunst- und Kulturgeschichte Oldenburg - gehörten Vertreter des August-Macke-Kuratoriums und Vertreter aus Politik und Wirtschaft des Hochsauerlandkreises der Jury an.

Handwerk und Reflexion

Als Laudator fungierte der Vorsitzende des August-Macke-Kuratoriums Professor Dr. Carl-Peter Buschkühle, der Corinne Wasmuht und ihre Art zu malen vorstellte und auch die malerische Veränderung der Preisträgerin in den vergangenen 20 Jahren den gespannten Zuhörern verdeutlichte. In seiner Laudatio hob Buschkühle hervor, dass neben ihrem eigentlichen Handwerk die Künstlerin auch die Reflexion ihrer Werke beherrsche, die dann Ausgangspunkt für interessante und tiefgreifende Gespräche darstelle.

Die eigentliche Übergabe des Preises erfolgte schließlich durch Landrat Dr. Karl Schneider, der im Namen von Kreistag und Verwaltung des Hochsauerlandkreises die Glückwünsche zu dieser besonderen Auszeichnung überbrachte und verdeutlichte, dass der neu ausgerichtete August-Macke-Preis ein Aushängeschild von überregionaler kultureller Bedeutung sei. Die Berliner Künstlerin freute sich über die Auszeichnung und drückte ihre Verbundenheit zur Region aus. Neben einem Videoportrait der Künstlerin, erstellt durch den Süddeutschen Rundfunk, sorgte Ulrich Schauerte mit zwei eigenen Kompositionen zu zwei Werken Corinne Wasmuhts für den festlichen Rahmen der Preisverleihung.

Der August-Macke-Preis wird von der Brauerei C. & A. Veltins, den Sparkassen im Hochsauerlandkreis, von der Annegret und Hans-Richard Meininghaus-Stiftung, dem Hochsauerlandkreis, der Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial Versicherung und von Sauerland Initiativ sowie vom August-Macke-Kuratorium unterstützt.

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