Kulturelle Bildung

Kulturstrolche: Bürgerstiftung unterstützt Projekt an Schulen

Kulturstrolche Bürgerstiftung Meschede
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Im Vordergrund zwei Kulturstrolche der Schule unter dem Regenbogen, im Hintergrund (v.l.) Jörg Hohmann von der Bürgerstiftung Meschede, Christian Baumhöfer, stellv. Schulleiter der Schule unter dem Regenbogen, Anne Wiegel vom Kulturamt der Stadt Meschede und Bürgermeister Christoph Weber.

Eintauchen in unterirdische Welten im Sauerländer Besucherbergwerk, sich in der Jugendkunstschule kunsthaus alte mühle kreativ austoben, in der Stadtbücherei Meschede auf Lesereise gehen: Seit nunmehr sechs Jahren gehen die Kulturstrolche in Meschede auf Entdeckungstour.

Meschede - Inzwischen sind rund 300 Kinder der Luziaschule Berge und der Schule unter dem Regenbogen beim Projekt dabei. Um die Förderung des Landes aufgrund der großen Nachfrage aufzustocken, unterstützt die Bürgerstiftung Meschede seit dem aktuellen Schuljahr das Kulturstrolche-Projekt.

„Vielfalt ist uns wichtig“, sagt Jörg Hohmann, Vorsitzender des Stiftungsrats der Bürgerstiftung Meschede. „Neben der MINT-Förderung muss auch die kulturelle Bildung an Mescheder Schulen ihren Platz haben – hier unterstützen wir gern.“ So hat vor allem der Ansatz des Kulturstrolche-Projekts die Bürgerstiftung schnell überzeugt: Die Kinder lernen über drei Jahre jedes Schulhalbjahr eine andere kulturelle Sparte und damit zugleich spannende Kulturorte in der Umgebung kennen, so dass sie am Ende ihrer Grundschulzeit echte Expertinnen und Experten in Sachen Kultur in der Region sind.

Die außerschulischen Lernorte bieten den Kindern viele neue Erfahrungen und Anregungen, die wir später im Unterricht gern aufgreifen und weiterentwickeln.

Christian Baumhöfer

„Die außerschulischen Lernorte bieten den Kindern viele neue Erfahrungen und Anregungen, die wir später im Unterricht gern aufgreifen und weiterentwickeln“, sagt Christian Baumhöfer, stellvertretender Schulleiter der Schule unter dem Regenbogen. Zwar mussten im letzten Schulhalbjahr corona-bedingt an der Schule unter dem Regenbogen auch die Kulturstrolche eine Pause einlegen, umso begeisterter sind die Kinder nun, wenn sie bei Ausflügen erneut interessante Kulturorte entdecken und neue Dinge ausprobieren dürfen.

Finanziell ist die Corona-Pandemie auch beim Kulturstrolche-Projekt spürbar: „Wir arbeiten in kleineren Gruppen, benötigen daher mehr Dozentinnen und Dozenten – was der Qualität selbstverständlich zugutekommt“, sagt Anne Wiegel, die das Projekt für die Kreis- und Hochschulstadt Meschede koordiniert. Umso dankbarer sind Schule und Stadt, dass die Bürgerstiftung im aktuellen Schuljahr die Kosten für bis zu drei Klassen übernehmen wird.

Und so konnte Bürgermeister Christoph Weber wie gewohnt die neuen Kulturstrolche begrüßen: Mehr als 100 Zweitklässler starten zum neuen Schuljahr ihre Laufbahn als Kulturstrolche. „Kulturelle Bildung ist für uns als Stadt ein zentrales Anliegen“, betonte der Bürgermeister bei seinem Besuch der beiden Kulturstrolche-Schulen. „Das Schöne am Kulturstrolche-Projekt ist, dass wir alle Kinder erreichen und in Kontakt mit den Kultureinrichtungen vor Ort bringen. Daraus entsteht Wertschätzung für die Kulturarbeit vor Ort – und im Idealfall ein lebenslanges Interesse.“

Kulturstrolche-Projekt

Träger des Kulturstrolche-Projekts, das nach einer Projektidee der Stadt Münster konzipiert wurde und vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird, sind das Kultursekretariat NRW Gütersloh und das NRW KULTURsekretariat (Wuppertal). In Meschede wird das Projekt vom Fachbereich Generationen, Bildung, Freizeit der Stadt koordiniert.

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