Länger gemeinsam Lernen

Rund 250 Eltern, Lehrer und weitere Interessierte kamen zur Infoveranstaltung in die Stadthalle. Fotos: Kaspar Kemper

?Schule als Ort für Leben und Lernen qualitativ weiterentwickeln ? das möchte die Stadt Meschede auch im Bereich der Sekundarstufe I, also Haupt- und Realschule.? So ist es in der kürzlich erschienenen Informationsbroschüre zum Thema ?Sekundarschule für Meschede? zu lesen. Um Eltern, Lehrer und alle Interessierten frühzeitig an das Thema heranzuführen, fand jetzt eine erste große Informationsveranstaltung in der Mescheder Stadthalle statt.

Dr. Ernst Rösner vom Institut für Schulentwicklungsforschung der TU Dortmund hatte die Stadt Meschede bei der Schulentwicklung beraten. Jetzt war er auch vor Ort, um das Konzept näher vorzustellen: ?Die Zukunft der Realschule heißt Sekundarschule?, machte er dabei deutlich, sagte aber auch ?Die Gewinner sind immer Schulen mit gymnasialen Standards, also Gymnasien-, Gesamt-, Sekundar- und Gemeinschaftsschulen.?

Das Konzept der Sekundarschule setzt darauf, die Talente der Kinder individuell zu fördern und die sozialen Kompetenzen zu stärken. Die Schulleiterin der St. Walburga Hauptschule, Margot Freise, sagte: ?Die Vielfalt der Schüler, egal ob mit Handicap oder hochbegabt, ist eine besondere Chance des längeren gemeinsamen Lernens.?

?Unterricht mit einem offenen Beginn?

Die Schulleiter schilderten den rund 250 Interessierten in der Informationsveranstaltung die Inhalte der Sekundarschule und die geplante Vorgehensweise für Meschede. Wie bereits berichtet ist geplant, am August-Macke-Schulzentrum in Meschede den Hauptstandort einzurichten, mit einem Teilstandort in Freienohl an der Konrad-Adenauer-Hauptschule. Schulleiter Detlev Pecko beschreibt: ?Der Unterricht in der Sekundarschule wird mit einem offenen Beginn starten. Das heißt, in den ersten 15 Minuten können sich die Kinder auf den Unterricht vorbereiten, spielen oder draußen auf dem Schulhof bleiben.?

Als Vorteile nannten die Pädagogen unter anderem die Möglichkeit von kleinen Klassen ab 25 Schülern, die Möglichkeit der dritten Fremdsprache sowie die wohnortnahe Beschulung durch die beiden Standorte.

Im Anschluss an die Beiträge entstand eine Diskussion, in der die Teilnehmer auch Fragen stellten. So erkundigten sich Interessierte genauer nach dem Lehrerschlüssel und den Stundenplänen. Eine Mutter äußerte die Frage, ob die Kinder, die in Freienohl zur Schule gehen, auch immer dort unterrichtet werden, oder ob sie auch nach Meschede pendeln müssen. Franz Stratmann, Leiter der Realschule der Stadt Meschede, entgegnete mit einem Lachen: ?Definitiv nein, es sei denn Herr Hess übernimmt den Taxi-Dienst.?

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