Langfristig helfen

Ulrike Lohr von Oikocredit, Schulleiter Detlev Pecko, Schülersprecherin Jenny Kayser, Schülersprecherin Mandy Szodruch (von links) bei der Spendenübergabe.

"Wir wollen ja gerne etwas spenden, aber kommt das auch wirklich bei den Menschen an?" Vor dieser Frage stand die Schülervertretung der Konrad-Adenauer-Schule in Freienohl.

"Wir wollten in der Weihnachtszeit gerne etwas für andere Menschen im Rahmen unseres Projekts ,Schule ohne Rassismus' tun. Aber was genau das sein sollte, da waren wir erst nicht sicher", erzählt Schülersprecherin Jenny Kaiser. "Letztlich haben wir uns dafür entschieden, Mitglied bei Oikocredit zu werden und dort 500 Euro anzulegen", so Kayser weiter.

"Die 500 Euro haben wir uns unter anderem durch einen Waffelverkauf im Edeka-Markt Simon in Freienohl verdient", berichtet Schüler Mark Schröer.

Oikocredit ist eine internationale Genossenschaft, die Menschen auf ihrem Weg aus der Armut unterstützt. Dafür stellt die Organisation Kredite und Kapitalbeteiligungen für Mikrofinanzinstitutionen, Genossenschaften sowie kleine und mittlere Unternehmen in Entwicklungsländern bereit. Es geht dabei nicht um kurzfristige Spenden, sondern um eine Hilfe zur Selbsthilfe. Diese Idee hat den Freienohler Schülern gefallen.

Ulrike Lohr von Oikocredit erklärt das so. "Noch immer hat der größte Teil der Menschen in armen Ländern keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen. Durch unsere Darlehen erhalten diese Menschen eine Chance, auf eigenen Füßen zu stehen." Mit fairen Krediten, finanziert mit dem Geld der Anleger wie zum Beispiel der Freienohler Schüler, bekommen sie diese Chance. Oikocredit achtet dabei darauf, dass vielfältige Faktoren bei der weiteren Vergabe des Geldes beachtet werden - Umwelt- und soziale Faktoren ebenso wie die Unterstützung von Frauen, die oftmals Ernährerinnen der Familie sind.

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