„Gute Ausgangsposition für 2019“ 

Leiter der Agentur für Arbeit Meschede-Soest zieht positive Jahresbilanz

Oliver Schmale, Leiter der Agentur für Arbeit Meschede-Soest, ist mit der Entwicklung 2018 zufrieden. Auch für dieses Jahr hält er eine positive Entwicklung für möglich.

Hochsauerland. Oliver Schmale, Leiter der Agentur für Arbeit Meschede-Soest, hat Grund, zufrieden mit dem vergangenen Jahr zu sein. Auch für dieses Jahr hält er eine positive Entwicklung für möglich.

6.001 Arbeitslose meldeten die Arbeitsagenturen im Hochsauerlandkreis für das Jahr 2018 im Jahresdurchschnitt, 609 Männer und Frauen beziehungsweise 9,2 Prozent weniger als in 2017. Der Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung auf 105.313 Personen zeigt die hohe Dynamik und die guten Möglichkeiten, die sich am Arbeitsmarkt für Arbeitsuchende darstellen.

„Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem vergangenen Jahr“, so Oliver Schmale, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Meschede-Soest. „Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt hat zu ständig sinkenden Arbeitslosenzahlen im Hochsauerlandkreis geführt. Die Zahl der Stellenmeldungen war 2018 konstant hoch, hat viele Arbeitgeber aber auch nicht die passenden Bewerberinnen und Bewerber finden lassen“. Im Versicherungsbereich (Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) waren in 2018 durchschnittlich 2.302 Personen arbeitslos gemeldet, 274 Personen beziehungsweise 10,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) waren mit 3.699 Männern und Frauen 335 Menschen oder 8,3 Prozent weniger gemeldet.

Alle Personengruppen hatten Anteil am Rückgang der Arbeitslosigkeit in 2018.

Die Jugendarbeitslosigkeit reduzierte sich weiter: insgesamt waren 608 unter 25-Jährige betroffen, 130 Personen beziehungsweise 17,6 Prozent weniger als im Vorjahr.

2.117 Personen im Alter von 50 Jahren und älter waren im Jahresdurchschnitt 2018 bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern gemeldet, 83 Personen bzw. 3,8 Prozent weniger als im Vorjahr.

In 2018 waren 1.503 Menschen ohne deutschen Pass arbeitslos gemeldet, 224 Personen beziehungsweise 13 Prozent weniger als im Jahr davor.

"Gut ausgebildete Arbeitskräfte sind nach wie vor gefragt"

Bei den Langzeitarbeitslosen gab es einen erfreulich starken Rückgang um 291 Personen beziehungsweise 11,4 Prozent auf 2.256 Langzeitarbeitslose im Jahresdurchschnitt 2018.

Die Arbeitskräftenachfrage zog 2018 weiter an: 2.828 Stellen waren durchschnittlich im Bestand der Arbeitsagentur im HSK, 539 Stellen beziehungsweise 23,6 Prozent mehr als 2017. Insgesamt meldeten Betriebe und Verwaltungen 7.039 Arbeitsstellen, 403 beziehungsweise 5,4 Prozent weniger als in 2017.

„Hervorzuheben ist, dass die befristeten Stellenangebote deutlich zurückgehen. Das bedeutet, dass die Unternehmen sich neu positionieren. Gut ausgebildete Arbeitskräfte sind nach wie vor gefragt“, erläutert Schmale die Entwicklungen. Er wünscht sich, dass Arbeitgeber noch stärker die bestehenden Potenziale der Region nutzen. Bewerberinnen und Bewerbern, die noch nicht alle Anforderungen des Arbeitsplatzes erfüllen, können über Eingliederungszuschüsse oder mit Weiterbildungen und Qualifizierungen eingestellt werden.

„Mit dem neuen Qualifizierungschancen-Gesetz werden wir Arbeitgeber dabei unterstützen, auch geringqualifizierten Menschen eine langfristige Perspektive zu eröffnen.“

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