Jeden Tag ein Marathon

Martin Hengesbach läuft 500 Kilometer für den letzten Weg

Martin Hengesbach hofft auf viele Unterstützer für seine sportliche Herausforderung für den guten Zweck. Die Überschüsse der Sponsorengelder gehen an das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar.

Meschede. 500 Kilometer zu Fuß von München nach Venedig in maximal zwölf Tagen – so lautet das ambitionierte Projekt von Martin Hengesbach, mit dem der Eversberger Spenden für das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe generieren möchte. Und an dem Spendenmarathon ist die Wiedervereinigung der Kelly Family nicht ganz unbeteiligt.

Ideengeber für diese Expedition ist nämlich Joey Kelly, wie Martin Hengesbach berichtet. Der Coach für Sport, Gesundheit und Ernährung hatte den Extremsportler Kelly bei einem Vortrag kennengelernt. „Die Tour wäre sein nächstes Projekt gewesen. Er wollte die Strecke in zehn Tagen ohne Bett und Lebensmittel gehen“, sagt Hengesbach, der geplant hatte Joey Kelly zu begleiten. Dann machte ihm das Comeback der Kelly Family einen Strich durch die Rechnung. Joey Kelly tauschte seine Laufschuhe wieder gegen das Mikrophon ein.

„Dann mache ich es selber“, beschloss Martin Hengesbach und überlegte: „Warum macht man nicht aus Sport was Gutes?“ Und als er per Zufall zwei Menschen traf, die von ihren Erfahrungen mit dem Kinder- und Jugendhospiz berichteten, stand der Adressat des Spendenmarathons fest. „Dieser Weg ist 500 Kilometer lang. Die Kinder im Hospiz haben nur noch einen kurzen Weg vor sich. Diesen Weg möchte ich mit meiner Aktion aktiv unterstützen“, formulierte der Sportler seinen Spendenaufruf unter dem Motto „500 Kilometer für den letzten Weg“. Er hofft einige Tausend Euro als Überschüsse der Sponsorengelder an das Hospiz überweisen zu können. Die Schirmherrschaft hat MdB Prof. Dr. Patrick Sensburg übernommen. Hengesbach freut sich über weitere Sach- und Geldspenden, damit der Überschuss möglichst groß ausfällt.

Groß ist auch die Herausforderung, die ihn und seinen Begleiter Stefan Fricke aus Bad Salzkotten erwartet.„Wir müssen jeden Tag richtig Gas geben“, sagt der Sauerländer Sportler, den im Durchschnitt jeden Tag rund 41 Kilometer erwarten – also täglich beinahe eine Marathon-Strecke. Zeit kosten werden zum Beispiel die sechs Kletterstege – die Übergänge über die Berggipfel – über den „Traumpfad“. Auch gewaltige Höhenunterschiede müssen verkraftet werden. „Und bei bis über 3.000 Metern wird es auch dünn“, sagt Hengesbach. Nicht so zahlreich gesät werden die Übernachtungsmöglichkeiten sein. „In Italien haben nicht mehr alle Hütten offen. Das heißt, wir müssen auch wild biwaken – nur mit dem Schlafsack in freier Natur.“ Die tägliche Herausforderung wird sein, „gegen die Schmerzen zu arbeiten. Man muss jeden Tag die Motivation aufbringen, sein Ziel zu erreichen“, sagt der 53-Jährige.

Mit Motivation ist viel zu erreichen

Neben dem caritativen Zweck möchte er daher mit dieser sportlichen Herausforderung zeigen, was auch im „gesteigerten Alter“ mit Motivation und Zielsetzung erreichbar ist. Jeden Tag wird er Videos in seinem Blog einstellen, in denen es Tipps zu den Themen „Ernährung und Bewegung“ sowie „Motivation und Zielsetzung“ geben wird. Wie kriege ich meinen Cholesterinspiegel oder Blutzucker in den Griff? Wie komme ich am besten durch den Tag? Wie erreiche ich mein Ziel trotz ein bisschen Höhenangst – sind einige Fragestellungen.

„Wenn man mit einem solchen Konzept auch noch etwas Gutes erzielt, indem man diejenigen, denen dieses nicht vergönnt ist, unterstützen kann, verfügt man bereits über eine maßgebliche Triebkraft, das Ziel zu erreichen.“

 Wer den Spendenmarathon unterstützen möchte, findet hierInfos. Verfolgen kann man das Event sowie bereits schon jetzt die Vorbereitungen via Facebook „Coaching für Sport, Gesundheit und Ernährung“.

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