Star-Comedian gastiert in der Stadthalle

Matze Knop macht in Meschede auf „Dicke Hose“

Matze Knop steht am 27. Februar in der Mescheder Stadthalle als Dante, Supa-Richie und „Kult-Kloppo“, aber auch als er selbst auf der Bühne.

Meschede/Hochsauerland. Man kennt ihn als „Kult-Kaiser“, „Kloppo“, Dante oder Pep: Der Mann mit den vielen Gesichtern kommt ins Sauerland. Matze Knop gastiert am Samstag, 27. Februar, um 19.30 Uhr in der Stadthalle in Meschede. In „Diagnose Dicke Hose“ sagt der Comedian der Schüchternheit den Kampf an und empfiehlt seinen Gästen, zu zeigen, was man hat. Mit Kurier-Volontär Daniel Großert unterhielt sich der gebürtige Lippstädter über sein brandaktuelles Programm, die Herausforderung seiner verschiedenen Rollen und Parodien sowie seine Heimatverbundenheit.

SauerlandKurier: Herr Knop, in Ihrem neuen Programm „Diagnose Dicke Hose“ fordern Sie das Ende der übertriebenen Bescheidenheit. Worauf können sich die Zuschauer freuen?

Matze Knop: Auf ein abwechslungsreiches Programm. Es gibt diverse Promi-Parodien, außerdem kehrt Supa-Richie in einem nagelneuen Anzug zurück. Da hat eine Weiterentwicklung des Charakters stattgefunden und Richie wird erzählen, was genau passiert ist. Grundsätzlich geht es aber darum, die falsche Bescheidenheit ad acta zu legen. Ständig fragt man sich: Was sagt der Nachbar? Was sagt der Lehrer? Dass das der falsche Weg ist, ist die obere Botschaft des neuen Programms. Neben Parodien und Musik wird es auch Stand-Up und somit viel Matze Knop geben. Ich werde außerdem einiges spontan mit dem Publikum machen. Es muss, darf und soll viel und herzlich gelacht werden. Rein objektiv betrachtet ist das die geilste Show, die ich jemals gemacht habe. Jeder, der nicht kommt, wird es bereuen. Und subjektiv würde meine Meinung noch etwas deutlicher ausfallen (lacht).

„Es geht nicht nur ums Parodieren“

SauerlandKurier: In Ihren Parodien schlüpfen Sie unter anderem in die Rollen von Jürgen Klopp oder „Kaiser“ Franz Beckenbauer. Wie lange dauert es eigentlich, bis Sie eine Rolle bis zur Perfektion einstudiert haben und diese auf die Bühne bringen?

Matze Knop: Es dauert ungefähr zwei bis sechs Wochen, bis man die Maske hat. Es geht mir eben nicht nur darum, jemanden zu parodieren, sondern herauszufinden: Wo hat der seinen Humor? Wo lacht beispielsweise Thomas Tuchel? Ich versuche immer, so dicht wie möglich am Original zu sein.

SauerlandKurier: Welche Ihrer Rollen stellt denn die größte Herausforderung für Sie dar?

Matze Knop: Am Anfang ist jede Rolle schwierig. Man fühlt sich da wie ein Gewichtheber, der 500 Kilo stemmen soll. Aber es ist auch wie beim Fahrradfahren: Zu Beginn fällt man oft hin, doch wenn man einmal gelernt hat, das Gleichgewicht zu halten, denkt man sich: Das ist doch gar nicht so schwer! Wenn man eine Rolle geknackt hat, geht es dann. Felix Magath darzustellen fand ich aber zum Beispiel sehr schwer.

SauerlandKurier: Was ist eigentlich schwieriger – einen Prominenten zu parodieren oder sich selbst auf der Bühne zu verkörpern?

Matze Knop: Auch als Bühnenperson muss man sich immer erst finden. Das war bei mir am Anfang auch so. Auf der Bühne hat man eine ganz andere Ansprache, viel lauter und energiegeladener. So redet man im normalen Leben ja auch nicht. Bei mir klappt das mittlerweile sehr gut, das war vor zehn Jahren aber auch noch anders.

SauerlandKurier: Sie selbst stammen ja aus Lippstadt. Was bedeutet für sie als gebürtiger Westfale „Heimat“?

Matze Knop: Heimat bedeutet für mich Zuhause. Da kennt man jeden. Man kennt jeden Stein und jede Pflanze. Man muss sich keine Gedanken machen: Wo muss ich hin? Wo ist der nächste Bäcker? Der Pfad ist quasi getreten (lacht). Man hat die Möglichkeit, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Ich bin in meiner Heimat immer sehr entspannt. Heimat ist auch sehr wichtig. Jeder hat irgendwo seine Wurzeln und jeder sollte auch versuchen, irgendwann zu seinen Wurzeln zurückzukehren.

„Das Sauerland ist mir sehr vertraut“

SauerlandKurier: Bei Ihrem Auftritt in Meschede kehren Sie ja fast zu Ihren Wurzeln zurück. Welche Beziehung haben Sie denn überhaupt zum Sauerland?

Matze Knop: Da habe ich das Schlittenfahren gelernt (lacht). Und Skifahren. Wenn man nach Winterberg fährt, kommt man ja um Meschede gar nicht drumherum. Als Kind bin ich mit meinem Opa oft durchs Sauerland gefahren, daher ist es mir sehr vertraut. Und meine Heimatstadt Lippstadt liegt ja im Prinzip am Rand vom Sauerland. Vielen ist gar nicht bewusst, wie schön sie es hier haben. Die geben dann Unmengen an Geld für Urlaub im Allgäu aus und merken, dass sie das Gleiche quasi vor der Haustür haben. Zum Nachtskifahren komme ich sehr gerne ins Sauerland. Das ist total geil, da setze ich mich ins Auto und stehe eine Stunde später im Flutlicht auf der Piste.

SauerlandKurier: Vielen Dank für das Gespräch!

Info: Karten für die Veranstaltung gibt es in folgenden Vorverkaufsstellen: Meschede: Volksbank Sauerland, Bürgerbüro; Freienohl: Bürgerbüro; Neheim: Score; Olsberg: Konzerthalle; Brilon: BWT sowie unter www.phono-forum.de und Tel. 0 23 73 /53 51. 

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