Christoph Weber kandidiert für die CDU als Bürgermeister

„Meschede hat Perspektive“

Bürgermeisterkandidat der CDU: Christoph Weber.

„Unverhofft kommt oft“ – so oder so ähnlich könnte man das Ergebnis der Findungskommission zusammenfassen, welches die CDU Meschede am Montagabend in nicht-öffentlicher Sitzung den Stadt- und Ortsverbänden präsentierte.

Mit dem Freienohler Christoph Weber geht ein echter Überraschungskandidat für das Amt des Bürgermeisters ins Rennen.

„Mich hatte wohl so recht keiner auf der Liste“, bekennt der 49-jährige Christdemokrat am Morgen nach der Sitzung, in deren Rahmen überraschend der Kandidaturrückzug der ehemaligen Landtagsabgeordneten Monika Brunert-Jetter bekanntgegeben wurde, im Gespräch mit dem SauerlandKurier freimütig. Doch diese anfängliche Verblüffung sieht der zweifache Familienvater seinen Parteifreunden gerne nach, schließlich zählt er in der Tat eher zu den politischen Spätzündern in der Region. Erst 2009 in die CDU eingetreten, gewann er auf Anhieb ebenso wie 2014 ein Direktmandat.

Auf kommunalpolitischer Ebene hat sich Christoph Weber in den letzten sechs Jahren sowohl im Bezirksausschuss Freienohl, im Rechnungsprüfungsausschuss, im Wahlausschuss als auch im Ausschuss für Generationen, Bildung, Freizeit und Soziales engagiert. Insbesondere die Arbeit im letztgenannten Gremium findet sich auch schwerpunktmäßig in seinen Zielen als möglicher Bürgermeister wieder. Eine „bürgernahe, Alt und Jung einbeziehende Politik“ hat sich Weber auf die Fahnen geschrieben, ebenso die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes und die Wertschätzung des ehrenamtlichen Bürger-Engagements, wobei er Meschede hier bereits „sehr gut, fast bis zur Grenze des Leistbaren“ aufgestellt sieht. Auch die Herausforderungen des demografischen Wandels fasst der selbstständige Unternehmensberater nicht als zu negativ auf. Man müsse akzeptieren, dass sich die Strukturen gewandelt haben und weiter wandeln werden, worin aber auch eine Chance liegen könne.

Bereit für große Fußstapfen

Seine persönliche Chance, als Bürgermeister Nachfolger von Uli Hess zu werden, hat der Freienohler nach etwa vierwöchiger Bedenkzeit und in enger Abstimmung mit seiner Frau, Imke Vollmer, und den Töchtern Nane (26) und und Jette (13) ergriffen. „Es ist schon ein gewaltiger Unterschied, ob man Politik als Beruf betreibt oder im Ehrenamt“, weiß Weber, der bisher beruflich „extrem viel“ unterwegs ist, um die große Herausforderung. Die schier überdimensionalen Fußstapfen seines Vorgängers möchte der begeisterte Mannschaftssportler mit seinen Stärken, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, Ausdauer bei Entscheidungen zu beweisen und sich gegen Widerstände durchsetzen zu können, bestmöglich ausfüllen. „Meine Erfahrung, in einer Großfamilie mit sechs Kindern aufgewachsen zu sein, hilft mir dabei sicherlich“, sagt der 49-Jährige schmunzelnd.

Die Kreis- und Hochschulstadt sieht Christoph Weber als lebens- und liebenswerte Heimat. „Meschede hat Perspektive“, ist er überzeugt.

Ein konkretes Wahlprogramm möchte der Bürgermeisterkandidat im Anschluss an den Stadtparteitag nach Ostern präsentieren. (Von Lars Lenneper, l.lenneper@sauerlandkurier.de)

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