Hinweise auf Täter erbeten

Vandalismus in der Innenstadt: Baum abgebrochen - Stadt setzt Belohnung aus

Diesen Baum in der Fußgängerzone in Meschede haben unbekannte Täter abgeknickt.
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Diesen Baum in der Fußgängerzone in Meschede haben unbekannte Täter abgeknickt. (für Vollbild oben rechts klicken)

Unbekannte haben am Wochenende in der Mescheder Innenstadt randaliert. Sie knickten unter anderem einen Baum ab und Verkehrsschilder um. Die Stadt hat eine Belohnung für Hinweise ausgesetzt.

Meschede - Empörung und Kopfschütteln - das seien die Reaktionen derjenigen, die am Wochenende in der Ruhrstraße und der Mescheder Innenstadt unterwegs waren: Bislang unbekannte Täter haben zahlreiche Beschädigungen angerichtet. In der Ruhrstraße wurde ein Amberbaum komplett abgeknickt, die Friedensbirke vor der Stadtbücherei erheblich beschädigt, wie die Stadt Meschede am Montag mitteilte. Zudem seien mehrere Verkehrsschilder umgeknickt worden. Die Stadtverwaltung hat nach eigenen Angben Anzeige gegen Unbekannt erstattet - und für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt.

Passiert seien die Sachbeschädigungen offensichtlich in der Nacht zu Sonntag. Die Beschädigungen an den Bäumen können keineswegs durch Leichtfertigkeit verursacht worden sein, weiß Marc Böhm, Leiter des Integrierten Baubetriebshofes (IBB) der Stadt Meschede: „Dafür ist ganz erheblicher Kraftaufwand notwendig.“ Der Amberbaum in der Ruhrstraße sei erst vor zwei Jahren vom Unternehmen Fielmann an die Stadt gespendet worden. „Bäume in der Innenstadt sorgen nicht nur für mehr Grün, sondern auch für eine Verbesserung des Mikroklimas und eine bessere Luft“, erklärt Marc Böhm. An der Friedensbirke, die sich zwischen der Stadtbücherei und der Ruhr befindet, sei die Rinde abgeschält worden. Was sich die Täter dabei gedacht haben, kann Marc Böhm nicht nachvollziehen: „Wir werden abwarten müssen, ob der Baum solch einen Eingriff dauerhaft überstehen wird.“

Meschede: Vandalismus in der Innenstadt - Stadt setzt Belohnung aus

Bei den umgeknickten Verkehrsschildern komme zur Sachbeschädigung noch der Aspekt der Verkehrssicherheit: „Sie befinden sich schließlich an ihren Orten, um eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr zu ermöglichen.“ Insofern gehe es hier zusätzlich um den Tatvorwurf des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Die Schäden, so eine erste Einschätzung von Marc Böhm, würden sich insgesamt sicherlich im vierstelligen Bereich bewegen.

Niemand habe etwas gegen Treffen oder Feiern im privaten Rahmen, unterstreicht Heinz Hiegemann, Leiter des zuständigen Fachbereichs Infrastruktur - „insbesondere nach einer so langen Zeit, die mit erheblichen Einschränkungen verbunden war.“ Allerdings: „Das bedeutet keineswegs, dass damit die Regeln von Anstand und Respekt vor fremdem Eigentum nicht mehr gelten.“ Die Vorfälle gingen weit über „Dumme-Jungen-Streiche“ hinaus - daher setze die Stadt Meschede auf eine konsequente Ahndung. Heinz Hiegemann: „Wir haben Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet.“ Die Verwaltung habe ein großes Interesse daran, den oder die Täter dingfest zu machen und bittet um Unterstützung bei der Aufklärung der Beschädigungen.

Für Hinweise, die zur Ergreifung der bislang unbekannten Täter führen, hat die Stadt eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt. Vandalismus habe keinen Platz in Meschede, betont auch Bürgermeister Christoph Weber: „Hier geht es um Dinge, die allen Bürgerinnen und Bürgern zu Gute kommen - deshalb sind auch alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, gegen Vandalismus Flagge zu zeigen.“ Sachdienliche Hinweise auf den oder die Täter oder Beobachtungen, die bei der Aufklärung der Tat hilfreich sein können, nehmen die Polizei unter 0291/90200 oder auch die Stadtverwaltung unter 0291/2050 entgegen.

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