Umgestaltete Fußgängerzone soll aufblühen

Mescheder Ruhrstraße wird mit 14 Amberbäumen begrünt

Gemeinsam für den Naturschutz: Rudolf Hanfland (4.v.li.), Leiter der Mescheder Fielmann-Niederlassung, überreichte die ersten von 14 Amberbäumen an Bürgermeister Christoph Weber (li.) und die Anlieger der Ruhrstraße.

Meschede - Es wird grün in der „neuen“, umgestalteten Ruhrstraße – obwohl es eigentlich erst einmal rot wird: Diese leuchtende Farbe nehmen die Blätter des Amberbaums im Herbst an, bevor sie nach der Winterpause wieder in frischem Grün erstrahlen. Die ersten vier von insgesamt 14 Amberbäumen wurden jetzt überreicht.

Mit dem Fortgang der Arbeiten zur Umgestaltung werden auch die verbleibenden zehn Bäume – allesamt von Fielmann gespendet – Schritt für Schritt an ihren neuen Plätzen gepflanzt. Die Ruhrstraße nehme allmählich ihre künftigen Konturen an, freute sich Bürgermeister Weber – und zu diesen Konturen gehört auch, dass die Bäume in den seitlichen Straßenbereichen platziert werden: „Außerhalb der Sichtachse von Kaiser-Otto-Platz bis zur Abtei Königsmünster.“

Ein ausdrückliches Dankeschön gab Christoph Weber an Rudolf Hanfland, Leiter der Mescheder Fielmann-Niederlassung und Fielmann weiter. Seit vielen Jahren engagiert sich das Unternehmen im Bereich der Kreis- und Hochschulstadt Meschede mit Baumspenden: Die Kupfer-Felsenbirnen auf dem Von-Stephan-Platz gehen ebenso auf das Engagement von Fielmann zurück wie Bäume am Schwimmbad, an der Burgruine Eversberg, in Remblinghausen, an der Straße Auf der Wieme, an der renaturierten Ruhr sowie an zahlreichen anderen Stellen im Stadtgebiet. Auch im Mescheder Stadtforst wurden im Jahr 2017 6.400 junge Bäume wie Weißtannen, Bergahorn und Esskastanien gespendet. Rudolf Hanflands Begründung für diesen Einsatz: „Die Bäume können uns helfen, damit es auch nachfolgenden Generationen gut gehen kann. Der Baum ist Symbol des Lebens, Naturschutz eine Investition in die Zukunft.“

Als Stadtbaum besonders geeignet

Gut gehen soll es ebenso den 14 Amberbäumen in der Ruhrstraße. Die Bäume stehen in speziellen Pflanzgruben mit jeweils zehn Kubikmetern Substrat sowie der Möglichkeit zur Bewässerung und Belüftung. Amberbäume seien als „Stadtbaum“ besonders geeignet, weiß Michael Klauke, Bauleiter der Stadt Meschede für die Umgestaltung der Ruhrstraße: Sie vertragen Trockenheit und Hitze recht gut – eine geriffelte Rinde schütze vor dem Austrocknen bei Sonneneinstrahlung.

Ein weiterer Vorteil: Amberbäume lassen sich gut schneiden, sodass sie gerade im innerstädtischen Bereich nicht zu groß werden. Bis zu sechs Meter hoch sollen die – aktuell etwa 3,50 Meter großen – Amberbäume werden, sodass sowohl Schaufenster als auch Fenster in den oberen Geschossen nicht beeinträchtigt werden. Anders als Bäume mit wuchtigen Kronen lassen die kleinkronigen Amberbäume auch eine bessere Durchlüftung in Straßenzügen zu – ein weiterer Vorteil bei tendenziell steigenden Temperaturen durch den Klimawandel. Das Grünkonzept für die Ruhrstraße sei stimmig, betont Christoph Weber: „Und wir pflanzen mehr Bäume, als wir vorher fällen mussten.“

Die Arbeiten in der Ruhrstraße gehen gut voran, freute sich Bauleiter Michael Klauke. In der rund 190 Meter langen Fußgängerzone wird es nach Ende der Umgestaltung neben den 14 Bäumen elf Leuchten, fünf Bänke, fünf Spielgeräte und eine Rutsche geben. An jeder Leuchte sind zudem vier Fahrradbügel geplant, um Radfahrern die Möglichkeit zu geben, ihre meist hochwertigen Räder in der Ruhrstraße in Sichtweite sicher abzustellen.

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