Inklusion mit Musik und Tanz

Meschederin Margot Burmann wird mit Verdienstorden des Landes NRW geehrt

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Ministerpräsident Armin Laschet zeichnete kürzlich neun engagierte Bürger mit dem Verdienstorden des Landes NRW aus. 

Meschede/Aachen. Ministerpräsident Armin Laschet würdigte im Historischen Rathaus Aachen kürzlich neun Bürger mit dem Verdienstorden des Landes NRW. Unter den neuen Ordensträgern befindet sich auch die Meschederin Margot Burmann, welche für ihr jahrzehntelanges Engagement für Menschen, die ihren Lebensweg mit einem geistigen oder körperlichen Handicap gehen, ausgezeichnet wurde.

Die Landesregierung ehrt mit dem Verdienstorden traditionell besonders engagierte Bürger für ihre hervorragenden, ehrenamtlichen Verdienste für das Gemeinwohl. Der Verdienstorden ist 1986 aus Anlass des Landesgeburtstages NRW gestiftet worden. Die Zahl der Orden ist auf 2.500 Stück begrenzt. Seit Bestehen sind bisher 1.604 Frauen und Männer ausgezeichnet worden. Nun darf Margot Burmann, die auch Trägerin des Bundesverdienstkreuzes ist, sich in diese Liste einreihen.

Margot Burmann zeige, dass Menschen mit Handicap in unsere Mitte gehören, sagte Ministerpräsident Laschet in seiner Ansprache in Aachen. Sie sei ein wertvolles Vorbild in einer Gesellschaft, in der für viele Perfektion um jeden Preis zur Maxime geworden zu sein scheine. Weiter führte Laschet aus: „Seit der Geburt ihres Sohnes wird Margot Burmann von dem Wunsch angetrieben, ihrem und anderen betroffenen Kindern ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.“ Die Waffen, mit denen Margot Burmann für die Teilhabe von Menschen mit Handicap kämpfe, seien friedlich und wirksam zugleich: Musik, Tanz, Sport und geteilte Freude.

"Herzlichkeit, Menschlichkeit und das Gefühl, willkommen zu sein"

Der Ministerpräsident nahm Bezug auf das Musik-Seminar in Meschede, welches unter anderem ehrenamtlich von Burmann organisatorisch betreut und geleitet wird. Sie habe mal wieder das richtige Gespür gezeigt und Menschen mit Behinderung mittels Inklusion durch Musik, Tanz und Bewegung in die Mitte der Gesellschaft gebracht. Seit Februar 2015 besteht das Musik-Seminar für Menschen, die ihr Leben mit einem körperlichen und/oder geistigen Handicap gehen. Es findet einmal monatlich in der katholischen Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt (Gemeindezentrum „Haus der Offenen Tür“) in Meschede statt. Dabei steht auch der Name des Gemeindezentrums „Haus der offenen Tür“ für Werte, die die engagierte Sauerländerin selbst vertritt: Herzlichkeit, Menschlichkeit und das Gefühl, willkommen zu sein. Das Musik-Seminar wird professionell unterstützt vom Musikpädagogen und Schlagzeuglehrer Alexander Heuser und seinem Team-Kollegen Manuel Dombrowski und ist eine Veranstaltung für Erwachsene (ab 18 Jahren), die hier einen Ort der Begegnung finden und Freude an Tanz und Bewegung haben.

Der rege Zulauf von inzwischen 60 Personen aus dem gesamten Hochsauerlandkreis zeige, dass auch hier, wie Armin Laschet betonte, wieder das richtige Gespür zu erkennen sei: Inklusion durch Musik, Tanz, Trommeln und Gesang. Musik verbinde, baue Brücken, bringe positive Energie und helfe somit Menschen mit einem Handicap, in der gesellschaftlichen Mitte anzukommen und teilzuhaben. Es fanden bereits zwei große inklusive Tanzveranstaltungen unter anderem mit der Nightlife Partyband aus dem Rheinland statt, an denen über 200 Personen teilnahmen. Ab dem 15. Februar geht es in Meschede wieder mit dem monatlichen Musik-Seminar weiter.

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