Wanderausstellung in der Sparkasse Meschede eröffnet

Minijobs – eine Alternative?

Informieren gemeinsam: Vertreter des Jobcenters, der Gleichstellungsstelle und des Netzwerks W. Foto: Metten

Bringt mich ein Minijob weiter? Habe ich durch einen Minijob mehr Vor- oder mehr Nachteile? Wie sind die Rechte und Pflichten?

Genau zu diesem Thema wurde am vergangenen Donnerstag in den Räumen der Sparkasse der Stadt Meschede die Wanderausstellung des Netzwerk W(iedereinstieg) zum Thema „Minijob – Minichance?“ eröffnet.

Gemeinsam mit dem Mescheder Jobcenter und der Gleichstellungsstelle möchte das Netzwerk W über Rechte und Pflichten innerhalb der 450-Euro-Grenze informieren und mit Daten und Fakten Perspektiven aufzeigen. „Das Netzwerk W ermöglicht den Wiedereinstieg. Es sorgt für Transparenz durch Informationen untereinander, Beratung und Kooperation sowie Lernen voneinander“, so Karin Schüttler-Schmiess, Koordinatorin vom Netzwerk W.

Mehr als 32.000 Menschen im Hochsauerlandkreis, insgesamt 7,5 Millionen in der Bundesrepublik Deutschland, arbeiten in einem Minijob. Die Mehrzahl von ihnen sind Frauen. Durch einen erfolgreichen Wiedereinstieg in die Berufswelt werden sie vor sozialer Ausgrenzung und (Alters-)Armut geschützt.

Ingeborg Heinze, Juristin und Diplom-Ökonomin: „Minijobs müssen nicht immer schlecht sein, wie zum Beispiel in der Elternzeit. Auf Dauer sind sie aber keine Lösung. Ich kann vor den Minijobs nur warnen, es ist immer besser sozialversicherungspflichtig zu arbeiten. Häufig werden Frauen im Alter von ihren reichen Ehemännern durch halb so junge Damen ausgetauscht. Was dann droht ist nach dem neuen Ehegesetz Harz IV. Und aus diesem Zustand wieder herauszukommen ist hoffnungslos. Ich kann nur den Tipp geben: Wenn sie die Chance haben, machen Sie den Anspruch auf Teilzeit geltend.“ (Von Claudia Metten, meschede@sauerlandkurier.de)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare