„Ländliche Region ist ein Wohlfühlort“

Modellhaftes Kooperationsprojekt: Umfrage zeigt Stärken von Südwestfalen

Der ländliche Raum hat Menschen und Rückkehrern abseits der hektischen Metropolen in Deutschland viel zu bieten - dazu zählt auch die beeindruckende Natur, wie hier der Hennesee in Meschede.
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Der ländliche Raum hat Menschen und Rückkehrern abseits der hektischen Metropolen in Deutschland viel zu bieten - dazu zählt auch die beeindruckende Natur, wie hier der Hennesee in Meschede.

Der ländliche Raum hat Menschen und Rückkehrern abseits der hektischen Metropolen in Deutschland viel zu bieten – zu dieser für die Region erfreulichen Erkenntnis kommen die Ergebnisse einer Online-Umfrage, die zur Attraktivität ländlicher Regionen als Ort zum Leben und Arbeiten sowie zu den Auswirkungen von Covid-19 auf die persönliche Arbeitssituation veranlasst wurde. 

Hochsauerland/Südwestfalen –Teilgenommen haben von Anfang März bis Anfang April 2021 rund 2.000 Personen aus der Region Südwestfalen, der Ems-Achse, Nordthüringen, Vorpommern, Koblenz-Mittelrhein, der Bodensee-Vierländerregion und dem Allgäu.

„Ziel der Online-Befragung in den sieben ländlichen Regionen war es, die Stärken und Schwächen herauszufinden. So können alle von der Auswertung profitieren“, erklärte Marie Ting, Regionalmarketing Managerin und Leiterin des Bereichs Kommunikation bei der Südwestfalen Agentur. Das sei zwar kein „Adlerflug“ über die Ergebnisse, man sei aber bestärkt in der Auffassung, dass die Region Südwestfalen eine Wohlfühl-Region sei.

Insgesamt habe die Befragung gezeigt, dass Menschen durch persönliche Kontakte begeistert werden, in einer ländlichen Region leben zu wollen. Zwei Drittel der Befragten gaben an, dass sie gezielt nach einem Job in dem bestimmten Gebiet gesucht haben. Jede fünfte Fachkraft hätte sich allerdings mehr Unterstützung beim „Ankommen“ in der Region gewünscht. „Vitamin B führte am Meisten dazu, dass Menschen eine neue Arbeitsstelle in der ländlichen Region gefunden haben“, ergänzte die Regionalmanagerin.

Work-Life-Balance steht deutlich vor Gehalt

Dabei standen bei der Wahl des Arbeitgebers interessante Arbeitsinhalte und Aufgaben, Work-Life-Balance (Einklang von Arbeits- und Privatleben) sowie die Kultur des Unternehmens ganz oben auf der Wunschliste. Nur 35 Prozent der Befragten sahen ein höheres Gehalt als ausschlaggebenden Faktor an.

Weitere Erkenntnisse, die aus der Befragung gezogen wurden, sind die hohe Priorität der Liebe zur Natur und zu den Menschen, die Nähe zum Arbeitsplatz und das soziale Umfeld als auch die Sicherheit und Ruhe im ländlichen Raum. 87 Prozent gaben an, dass sie wahrscheinlich noch in zehn Jahren in der Region leben und arbeiten werden. Verbesserungen wurden allerdings in allen sieben Regionen im Bereich Breitbandausbau, Mobilfunknetz, Mobilität sowie einer novellierten Infrastruktur gewünscht. Die durch die Corona-Pandemie hervorgerufenen beruflichen Veränderungen bewerteten die befragten Personen zu 50 Prozent als sehr oder zufriedenstellend. Nur 14 Prozent waren mit der veränderten Situation überhaupt nicht zufrieden. Ein Drittel möchte auch nach Corona die Situation am Arbeitsplatz nicht mehr verändern.

Für uns bedeutet die Umfrage, dass die ländliche Region ein Wohlfühlort und ein attraktives Paket ist. Südwestfalen ist ein gutes Produkt. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, auf die Perspektiven in der Region aufmerksam zu machen

Marie Ting, Regionalmarketing Managerin und Leiterin des Bereichs Kommunikation bei der Südwestfalen Agentur

„Für uns bedeutet die Umfrage, dass die ländliche Region ein Wohlfühlort und ein attraktives Paket ist. Südwestfalen ist ein gutes Produkt. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, auf die Perspektiven in der Region aufmerksam zu machen“, so Marie Ting.

Mit der geplanten Kampagne Stay Tuned wolle man beispielsweise daraufhinweisen, dass Ruhe im Wald besser als die Rushour in der Stadt sei, so Ting. Ebenso wolle man mit Projekten des Regionalmarketings und der Regionalen Entwicklung wie Arbeitgebermarketing-Tainings, Standort-Materialien, der Kampagne „alles echt“, dem Projekt Heimvorteil HSK, der Pespektive Südwestfalen, der Regionale 2025 und der Summer of Pioneers in Altena punkten.

Die sieben Kooperationsregionen aus den ländlichen Räumen werden im Rahmen des modellhaften Projektes wiederum in den nächsten zwei Jahren im Rahmen anwendungsorientierter Forschung begleitet. Es wird untersucht, welchen spezifischen Herausforderungen ländliche Regionen gegenüberstehen und welche Faktoren bei der Entwicklung von Handlungsansätzen und Lösungsstrategien maßgeblich sind. Förderliche Organisationsstrukturen und Akteurskonstellationen sollen identifiziert und zentrale Erfolgsfaktoren anderen Nachahmer-Regionen zugänglich und nutzbar gemacht werden.

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